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01.08.2011

11:46 Uhr

Schiefergas

Linde kooperiert mit US-Anlagenbauer Bechtel

Linde kooperiert mit dem US-Anlagenbaukonzern Bechtel bei der Planung von Ethylen-Anlagen. Im wachsenden Markt für Schiefergas will sich der Gasespezialist dadurch in Nordamerika neue Geschäfte erschließen.

Luftzerlegungsanlage der Linde AG in Leuna Quelle: dpa

Luftzerlegungsanlage der Linde AG in Leuna

FrankfurtDer Münchener Gasespezialist Linde erschließt sich in Nordamerika neue Geschäfte im wachsenden Markt für die Verarbeitung von Schiefergas. Mit dem größten US-Anlagenbaukonzern Bechtel kooperiere Linde künftig bei der Planung von Ethylen-Anlagen, sagte ein Linde-Sprecher am Montag.

In solchen petrochemischen Großanlagen - im Fachjargon Cracker genannt - werden aus Erdgas wichtige chemische Grundstoffe gewonnen. Ethylen dient als Ausgangsbasis für eine Vielzahl von Kunststoffen. Linde bringt bei der ausschließlich auf Nordamerika ausgerichteten Kooperation seine Expertise in Produktionsprozessen solcher Anlagen ein. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.

Die Förderung und Weiterverarbeitung von Schiefergas gilt als zukunftsträchtiges Geschäft. Nach Einschätzung der Internationalen Energie Agentur (IEA) wird das Wachstum der weltweiten Gasproduktion bis 2035 zu rund 40 Prozent aus unkonventionellen Lagerstätten wie Einlagerungen in Schiefer stammen.

Mit der wachsenden Erdgasgewinnung aus Schiefer in Nordamerika nimmt nach Einschätzung von Bechtel auch der Bedarf der Ethylen-Produzenten nach neuen Anlagen und dem Ausbau bestehender Produktionsstätten zu. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht genannt. Beide Konzerne hatten vor einigen Jahren bereits bei der Errichtung eines großen petrochemischen Chemiekomplexes in den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengearbeitet.

Von

rtr

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