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20.11.2012

14:27 Uhr

Schienenkartell

Thyssen Krupp verhandelt über Schadenersatz

Der Essener Stahlriese spricht mit geschädigten Firmen, die aufgrund der aufgeflogenen Preisabsprachen in der Branche Schadenersatz fordern. Vor allem kommunale Nahverkehrsunternehmen wurden finanziell benachteiligt.

Ein Stahlarbeiter von ThyssenKrupp nimmt in einem Stahlwerk in Duisburg eine Probe. dpa

Ein Stahlarbeiter von ThyssenKrupp nimmt in einem Stahlwerk in Duisburg eine Probe.

EssenNach illegalen Preisabsprachen im Schienengeschäft hat ThyssenKrupp Gespräche mit einzelnen Verkehrsbetrieben über Schadenersatz bestätigt. „Es ist allerdings noch zu früh, um über konkrete Ansprüche zu reden“, teilte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur dpa mit. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem kommunale Nahverkehrsunternehmen von den Absprachen betroffen. Wie hoch deren Schadenersatzforderungen sind, konnte das Landes-Verkehrsministerium am Dienstag nicht beziffern.

Zahlreiche Hersteller von Schienen und Weichen aus dem Stahlbereich - neben ThyssenKrupp etwa auch Vossloh und die österreichische Voestalpine - sollen über Jahre Preise abgesprochen haben, zum Schaden der Deutschen Bahn und kommunaler Verkehrsbetriebe. Das Kartell war 2011 aufgeflogen.

Im Fall der geschädigten Bahn verhängte das Bundeskartellamt im Juli Bußgelder in Höhe von insgesamt 124,5 Millionen Euro, ThyssenKrupp bekam mit 103 Millionen den größten Teil aufgebrummt. Ein zweites Verfahren zu den Absprachen zulasten der kommunalen Verkehrsbetriebe ist noch nicht abgeschlossen. Für mögliche Bußgelder habe ThyssenKrupp bereits im Sommer 2012 eine Summe von 30 Millionen Euro zurückgestellt, teilte ein Sprecher mit.

Von

dpa

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