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18.09.2012

07:22 Uhr

Schienenkartell

Voestalpine findet weitere Bordellrechnungen

VonMartin Murphy

ExklusivKnapp 60 weitere Rechnungen aus dem Rotlichtmilieu hat Schienenhersteller Voestalpine gefunden. Während der Besuche sollen Preise und Mengen für Schienenverkäufe abgesprochen worden sein.

Der Schienenhersteller Voestalpine hat weitere Besuche seiner Mitarbeiter in Erotik-Nachtclubs festgestellt, unter anderem im Berliner „Bel Ami“. dpa

Der Schienenhersteller Voestalpine hat weitere Besuche seiner Mitarbeiter in Erotik-Nachtclubs festgestellt, unter anderem im Berliner „Bel Ami“.

FrankfurtDer Industriekonzern Voestalpine hat weitere Besuche seiner Mitarbeiter in Erotik-Nachtclubs festgestellt. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Dienstagsausgabe. Bei einer internen Untersuchung seien weitere 58 dem Rotlichtmilieu zuzuordnende Spesenabrechnungen gefunden worden.

Ein Konzernsprecher habe die Zahl bestätigt. In Summe handele es sich um einen Betrag von rund 68.000 Euro, die von einem ehemaligen Geschäftsführer der deutschen Tochter Voestalpine Kloeckner Bahntechnik (VAKB) sowie von vier weiteren Beschäftigten über die Firma abgerechnet worden seien. Die Rechnungen stammten unter anderem von dem Berliner Nobelbordell „Bel Ami“.

Die Bahn in Zahlen

Umsatz

Die Deutsche Bahn verbuchte im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von 19,5 Milliarden Euro (18,9 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum). Insgesamt kam die Bahn 2011 auf einen Umsatz von 37,90 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es 34,41 Milliarden Euro.

Gewinn vor Zinsen und Steuern

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt 1,3 Milliarden Euro (1,1 Milliarden Euro).

Halbjahresergebnis

Halbjahresergebnis: 794 Millionen Euro (648 Millionen Euro).

Mitarbeiter zum Jahresende

Genau 284.319 hatte der Staatskonzern zum Jahresende 2011. Das waren gut 8000 mehr als ein Jahr zuvor. Mitarbeiter zum 30. Juni: 286 215 (30. Juni 2011: 284 319).
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Fahrgäste Bahnverkehr pro Tag

Fahrgäste Bahnverkehr im ersten Halbjahr: mehr als 1,0 Milliarde (973 Millionen). 2011 fuhren täglich rund 5,43 Millionen Menschen mit der Deutschen Bahn. 2010 waren es noch rund 5,34 Millionen.

Personenverkehr

Die Züge der Bahn legten im vergangenen Jahr 79,2 Milliarden Personenkilometer zurück. Ein wenig mehr als ein Jahr zuvor (78,6 Milliarden Personenkilometer).

Beförderte Güter im Schienenverkehr

Beförderte Güter im Schienenverkehr: 202,3 Millionen Tonnen (207,8 Millionen Tonnen).

Schienennetz

Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist weiter geschrumpft. 2011 waren es nur noch 33.576 Kilometer. Ein Jahr zuvor gab es noch 33.723 Kilometer Schiene.

Ein Sprecher bekräftigte, dass die Abrechnungen gegen die Firmenrichtlinien seien. Der Konzern prüfe, ob das Geld von den Mitarbeitern zurückgefordert werden kann. Von den fünf Betroffenen hätten Voestalpine inzwischen vier verlassen, wie der Sprecher sagte.

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Das Handelsblatt hatte in der vergangenen Woche bereits über 35 Rotlichtabrechnungen des ehemaligen VAKB-Geschäftsführers berichtet. Voestalpine betonte, dass man den Vorwürfen nachgehe und keine Verfehlungen dulde.

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Im Umfeld der Nachtclub-Besuche sollen früheren Angaben zufolge auch Preise und Mengen für den Verkauf von Schienen abgesprochen worden sein. Die Behörden ermitteln seit vergangenem Sommer gegen das sogenannte Schienenkartell, das im Kern aus Thyssen-Krupp und Voestalpine bestand. Voestalpine bekräftigte, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Bordellbesuchen und dem Schienenkartell gebe.

Kommentare (4)

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18.09.2012, 09:16 Uhr

Ergo bummst in Ungarn und Voestalpine im Bel-Ami. Hinzu kommt die Selbstbedienungsmentalität von vielen Politikern wie Mappus.

Es scheint für die Führenden mittlerweile normal zu sein, ein solches Leben zu führen.
Dekadenz wie im alten Rom oder Athen. Der Untergang unserer Gesellschaft und Kultur hat begonnen. Das sind klare Anzeichen.

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18.09.2012, 09:27 Uhr

Herr Voestalpine CEO Wolfgang Eder, hat wohl excellente Verbindungen zur EU in Brüssel. Er setzt Thyssen-Krupp und Salzgitter AG unter Druck mit Hilfe von Brüsseler Planwirtschafts-Denken und Markteingriffen mittels Subventionen. Das ist Manipulation zum Schaden von deutscher Industrie ! Frau Merkel schaut wieder weg, SIE SOLL SICH MAL FÜR DEUSTCHE INTERESSEN EINSETZEN. AUCH IN BRÜSSEL.

Wenn mittels deutschem Steuergeld in der EU zum NACHTEIL DEUTSCHER WIRTSCHAFT SUBVENTIENIERT WIRD ist das Verrat an deutschem Steuergeld und den Interessen Deutschlands. AUsserdem ist es wettbewerb-verzerrend. Salzgitter und Thyssen-Krupp wirtschaften erfolgreich und ohne "Markt-Eingriffe" Stolper-Steine der EU-Planwirtschaft.

"The Financial Times Deutschland said that Germany’s biggest steelmakers ThyssenKrupp’s Head of Steel Edwin Eichler and Salzgitter Chief Executive Officer Heinz Joerg Fuhrmann wrote in a letter that they disagree with Voestalpine CEO Wolfgang Eder, who said steel capacity in Europe is as much as 60 million tonnes more than supply,

Mr Eder, also head of the Eurofer lobby, earlier called for a European wide restructuring plan to reduce excess capacity.

Source - Bloomberg
(www.steelguru.com)"

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18.09.2012, 09:39 Uhr

Wie war es verbucht als "Ehegattinennunterhalt" oder geldwerter "Steuervorteil durch nicht-Scheinehe" (vulgo: schnaggserln)?

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