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08.01.2015

19:53 Uhr

Schlamperei

Honda zahlt Rekordstrafe in USA

Honda soll die Opferzahlen seiner Verletzten-Statistik zu niedrig angegeben haben. Jetzt muss der japanische Autobauer für die Schlamperei tief in die Tasche greifen – und die doppelte Höchststrafe zahlen.

Autobauer Honda muss in den USA eine saftige Geldstrafe zahlen. ap

Autobauer Honda muss in den USA eine saftige Geldstrafe zahlen.

Detroit/TorranceDie US-Verkehrsaufsicht zieht den japanischen Autobauer Honda mit ihrer höchsten jemals verhängten Strafe zur Rechenschaft – das Unternehmen soll die Opferzahlen in seiner Verletzten-Statistik zu niedrig angegeben haben. Insgesamt 70 Millionen Dollar (rund 59 Millionen Euro) werde Honda im Rahmen eines Vergleichs zahlen, wie die Behörde NHTSA am Donnerstag mitteilte.

„Honda und alle anderen Autobauer tragen Sicherheitsverantwortung, der sie nachkommen müssen – es gibt keine Entschuldigungen“, sagte Verkehrsminister Anthony Foxx laut Mitteilung. „Diese Strafen reflektieren unsere kompromisslose Haltung gegenüber denjenigen, die das Gesetz verletzen.“

Eigentlich kann die NHTSA nur Bußgelder von maximal 35 Millionen Dollar verhängen. Weil Honda der Aufsicht bei den regelmäßigen Frühwarn-Berichten 1729 Verletzungs- und Todesfälle nicht korrekt gemeldet und zusätzlich auch bei der Angabe von Garantieansprüchen von Kunden Fehler gemacht haben soll, wurde der Firma aber nun die Höchststrafe gleich doppelt aufgebrummt.

Die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Platz 10

Fiat-Chrysler - 2,15 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2013

Durch die Fusion mit dem US-Autoriesen retten sich auch die Italiener in die Gewinnzone. Ohne Chrysler stünde unterm Strich ein Verlust von 188 Millionen Euro.

Platz 9

Nissan - 3,28 Milliarden Euro Gewinn

Die Japaner können beim Gewinn wieder leicht zulegen. Unterm Strich steht ein Plus von etwa zwei Prozent.

Platz 8

Ford - 4,2 Milliarden Euro Gewinn

Der operative Gewinn fällt bei Ford etwa sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Dabei haben die Amerikaner mit dem Pickup F-150 das meistverkaufte Auto in den USA in ihren Reihen.

Platz 7

General Motors - 4,68 Milliarden Euro Gewinn

Eine Rückrufserie erschüttert derzeit das Vertrauen der Amerikaner in ihren größten Autokonzern. 2013 war davon noch nichts zu spüren. Der operative Gewinn legt um 13 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 4,87 Milliarden Euro Gewinn

Bei den Japanern sorgt der schwache Yen für Rückenwind im Export. Der operative Gewinn legt um satte 35 Prozent zu.

Platz 5

Hyundai/Kia - 7,16 Milliarden Euro Gewinn

Das koreanische Duo kann beim operativen Gewinn nicht an die Vorjahre anknüpfen. Bei Hyundai sinkt der operative Gewinn um ein Prozent, bei Kia sogar um zehn Prozent.

Platz 4

Daimler - 7,61 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit verpassen die Schwaben das Treppchen nur knapp. Vor allem weil der operative Gewinn bereinigt um den Verkauf der EADS-Aktien um 14 Prozent sinkt.

Platz 3

BMW - 7,99 Milliarden Euro Gewinn

Auch bei den Münchener fällt der operative Gewinn um drei Prozent niedriger aus. Das reich aber immer noch für die Bronzemedaille.

Platz 2

Volkswagen - 11,67 Milliarden Euro Gewinn

Im Zwölf-Marken-Reich des VW-Konzerns geht es auch beim Profit leicht nach vorne. Zwei Prozent Plus stehen markenübergreifend unterm Strich. Für die Spitzenposition reicht das nicht.

Platz 1

Toyota - 16,91 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit kann kein anderer Hersteller den Japanern das Wasser reichen. Im Jahr 2013 steigt der operative Gewinn von Toyota um satte 132 Prozent.

Quelle

Studie von Ernst & Young "Die größten Automobilhersteller weltweit" im April 2014.

„Wir haben diese Sache aus der Welt geschafft und werden die wichtige Arbeit fortsetzen, die Honda wegen der Nachlässigkeiten bereits unternommen hat“, sagte der Vize-Amerika-Chef von Honda, Rick Schostek, laut einer Mitteilung.

Von

dpa

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