Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.11.2013

18:18 Uhr

Schlechte Absatzzahlen

Toyota kassiert das Jahresziel in Deutschland

ExklusivWeltweit laufen die Geschäfte für Toyota rund, doch in Deutschland tun sich die Japaner in diesem Jahr schwer. Im Gespräch mit dem Handelsblatt stellt Toyotas Deutschlandchef Yasuda die eigenen Absatzziele infrage.

Toyota enttäuscht beim Absatz in Deutschland. dpa

Toyota enttäuscht beim Absatz in Deutschland.

KölnDer weltweite Branchenprimus Toyota tut sich schwer in Deutschland. „Ganz klar, mit der Entwicklung in diesem Jahr bin ich nicht zufrieden“, sagte Toyotas Deutschlandchef Toshiaki Yasuda dem Handelsblatt. Nach der Verkaufsstatistik von zehn Monaten kassierte er nun das Absatzziel für 2013: „Dieses Jahr 80 000 Autos zu erreichen, ist unmöglich. Aus heutiger Sicht rechne ich mit 78 000 Zulassungen für Toyota und Lexus“, so Yasuda.

Damit fällt der Konzern auf das Niveau von 2010 zurück. Mit 2,5 Prozent Marktanteil verfehlt Toyota derzeit sein Ziel, führender Importeur zu werden. Das Importeursranking führt die VW-Tochter Škoda mit 5,3 Prozent Marktanteil an. Der Rivale Hyundai aus Südkorea kommt auf 3,4 Prozent Marktanteil.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Toyota hat auch eigene Fehler gemacht. So konnte der Technikpionier die Nachfrage nach Hybridmodellen, die spritsparend Elektroantrieb und Verbrennungsmotor verbinden, im ersten Halbjahr nicht befriedigen. Die Autos werden zwar in Europa gebaut, die Batteriepacks kommen aber aus Japan. „Der Hybridanteil an unserem Absatz lag bei 40 Prozent, der reale Bedarf eher bei 60 Prozent“, räumte Yasuda ein.

„Wir können nun aber deutlich schneller liefern“, sagte Yasuda. Die Kunden müssen nicht mehr sechs bis neun Monate auf ihren Prius, Auris oder Yaris Hybrid warten, sondern drei bis vier Monate.

Von

mcs

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×