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02.02.2009

12:29 Uhr

Schlechte Zeiten

Schaeffler schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Der angeschlagene Automobilzulieferer Schaeffler wird an den meisten seiner 25 deutschen Standorte Kurzarbeit anmelden. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter aus der Sparte Automotive.

In Herzogenaurach bei Schaeffler wird Kurzarbeit eingeführt. Foto: ap ap

In Herzogenaurach bei Schaeffler wird Kurzarbeit eingeführt. Foto: ap

HB HERZOGENAURACH. Das sagte Sprecher Detlef Sieverdingbeck am Montag. Die Vereinbarungen seien je nach Standort und Werk unterschiedlich. Betroffen seien vor allem die Mitarbeiter des Sektors Automotive. In der Industrieproduktion dagegen sei die Auftragslage besser, teilweise sogar noch sehr gut, zum Beispiel bei Lagern für Windkraftanlagen, sagte der Konzernsprecher.

Um Werke für ganze Tage schließen zu können, sollten ausfallende Tage zusammengelegt werden. Wenn Schaeffler an Freitagen oder Brückentagen schließe, sei das auch für die Arbeitnehmer angenehmer.

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel sagte der „Bild“-Zeitung: „Schaeffler wird so oder so die Gummi-Sparte verkaufen müssen. Damit droht eine Zerschlagung, die viele der bundesweit 80000 Stellen kosten könnte.“ Professor Willi Diez vom Nürtinger Institut für Automobilwirtschaft sagte: „Das Abstoßen der Reifenproduktion ist plausibel, doch es bleibt fraglich, ob sich ein Käufer findet und genügend Geld in die Kasse kommt.“

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