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10.11.2011

12:32 Uhr

Schlechtes Quartal

Opel-Betriebsrat warnt GM vor Stellenabbau

Der Betriebsrat des Autobauers Opel hat den Mutterkonzern General Motors vor einem weiteren Stellenabbau in Deutschland und Großbritannien gewarnt. Grund für die Sorge sind die Quartalsergebnisse der Rüsselsheimer.

Fertigung eines Opel Corsa im Opel-Werk in Eisenach dapd

Fertigung eines Opel Corsa im Opel-Werk in Eisenach

RüsselsheimDie Restrukturierung von Opel in Europa sei erfolgreich abgeschlossen, erklärte Betriebsratschef Klaus Franz am Donnerstag in Rüsselsheim. Die Verträge mit einer Laufzeit bis mindestens Ende 2014 schlössen „kategorisch“ Werksschließungen und Personalabbau aus. Diese Verträge seien „auch für GM rechtsverbindlich“.

Grund für die Sorge des Betriebsrats sind die Ergebnisse für das dritte Quartal, die GM am Mittwoch in den USA bekanntgegeben hatte. Zwischen Juli und September machte Opel vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 292 Millionen Dollar (213 Millionen Euro). Der Konzern rechnet bei Opel nicht mehr mit schwarzen Zahlen in diesem Jahr. Finanzvorstand Daniel Amman sagte, in Europa müssten die Kosten gesenkt und die Umsätze gesteigert werden.

Franz nannte diese nicht zum ersten Mal „losgetretenen Spekulationen“ über die Zukunft von Opel und der Schwestermarke Vauxhall „geschäftsschädigend und unverantwortlich“. Im Juli hatte es Medienberichte gegeben, wonach der US-Mutterkonzern erneut erwägt, die deutsche Tochter zu verkaufen. GM bezeichnete dies damals als Spekulation; ein klares Dementi gab es aber nicht.

Opel hatte 2009 zum Verkauf gestanden, weil GM damals selbst in großen Finanzschwierigkeiten steckte. Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna sollte bei Opel einsteigen. Doch als der Verkauf bereits beschlossen schien, machte GM einen Rückzieher und kündigte stattdessen eine Sanierung in Eigenregie an. Mehr als 8000 Stellen wurden seither gestrichen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Gast

10.11.2011, 21:27 Uhr

"Im Juli hatte es Medienberichte gegeben, wonach der US-Mutterkonzern erneut erwägt, die deutsche Tochter zu verkaufen. GM bezeichnete dies damals als Spekulation; ein klares Dementi gab es aber nicht." - Ein Dementi gab es sehr wohl. Da war wohl die Redaktion von Handelsblatt im kollektiven Tiefschlaf oder hat schlichtweg nicht recherchiert! Setzen, sechs!

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