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01.08.2014

08:12 Uhr

Schmierstoff-Hersteller

Fuchs Petrolub leidet unter schwachem Rubel

Währungseffekte drücken den Gewinn von Fuchs Petrolub. Vor allem der schwache Rubel, aber auch die Euro-Stärke gegenüber dem Dollar und asiatischen Währungen belasten den Schmierstoff-Hersteller.

Fuchs-Petrolub stellt Schmiermittel für Kettensägen, Schneid- und Abfüllmaschinen. Die Nischenprodukte laufen gut. obs

Fuchs-Petrolub stellt Schmiermittel für Kettensägen, Schneid- und Abfüllmaschinen. Die Nischenprodukte laufen gut.

StuttgartDer Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub hat wegen der Rubel-Schwäche seine Gewinnprognose für dieses Jahr gekappt. Angesichts des starken Verfalls einiger Währungen - vor allem des Rubel - sei der Konzern vorsichtiger geworden und gehe davon aus, das Vorjahresergebnis zu wiederholen, teilte Fuchs Petrolub am Freitag mit. Auch die Euro-Stärke gegenüber dem Dollar und asiatischen Währungen belaste. Bisher hatte der Produzent von Schmierölen für Maschinen eine leichte Verbesserung des operativen Gewinns und des Nachsteuerergebnisses in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll wie bisher angekündigt währungsbereinigt um einige Prozent wachsen.

Die Euro-Stärke zehrte bei dem Mannheimer Konzern den Zuwachs der Erlöse im ersten Halbjahr fast auf. Das währungsbereinigte Plus von fünf Prozent schrumpfte durch die Umrechnung auf ein Prozent, so dass Fuchs Petrolub von Januar bis Juni 919 Millionen Euro Umsatz verbuchte. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um fast sechs Prozent auf 462 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging fast genauso stark zurück auf gut 75 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten einen leichten Rückgang des operativen Gewinns auf 80 Millionen Euro prognostiziert bei einem mit gut 470 Millionen Euro stagnierenden Umsatz. Der Wechselkurs war allerdings nicht alleine für den Rückgang verantwortlich - auch in Deutschland ging die Nachfrage nach Schmierstoffen zurück.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Von

rtr

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