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08.08.2011

17:32 Uhr

Schmitz Stellvertreter

Peter Terium wird neuer RWE-Chef

Eine Kampfabstimmung über den neuen Chef - das gibt es nur selten, und der Aufsichtsrat von RWE konnte sie nur knapp verhindern. Um das Imagedesaster abzuwenden, stellt der Konzern ihm einen Stellvertreter zur Seite.

Peter Terium (links) soll neuer RWE-Chef werden - doch nur mit Rolf Martin Schmitz als mächtigen Stellvertreter. Quelle: dpa

Peter Terium (links) soll neuer RWE-Chef werden - doch nur mit Rolf Martin Schmitz als mächtigen Stellvertreter.

DüsseldorfRWE will den Atomausstieg dem Vernehmen nach mit einem international erfahrenen Manager aus dem eigenen Haus meistern. Neuer Chef des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns wird Peter Terium. Der  47-Jährige Niederländer wird am 1. Juli 2012 Jürgen Großmann ablösen.

Kommentar: RWE-Lösung am Problem vorbei

Kommentar

RWE-Lösung am Problem vorbei

Die Führungsfrage bei RWE hätte schon viel früher und vor allem diskreter gelöst werden können. So aber hat das Image des Essener Energiekonzerns durch das öffentlich ausgetragene Hickhack weitere Kratzer abbekommen.

Der hört damit drei Monate vor dem eigentlichen Ablauf seines Vertrages auf. Dies erfordert das Aktienrecht, denn zwischen Ernennung und Amtantritt eines Dax-Chefs dürfen maximal zwölf Monate liegen. Terium wird am 1. September als reguläres Mitglied in den Vorstand eintreten. Außerdem entschied der Personalausschuss des Aufsichtsrates, dass Rolf Martin Schmitz sein Stellvertreter werden wird.

Der RWE-Aufsichtsrat hatte heftig um die Nachfolge von Vorstandschef Jürgen Großmann gerungen. Während Aufsichtsratschef Manfred Schneider sowie fünf oder sechs Vertreter der freien Aktionäre für den Niederländer Terium kämpften, hatten sich die einflussreichen kommunalen Aktionäre für RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz stark gemacht, wie aus Unternehmenskreisen verlautete.

Zusammensetzung des RWE-Aufsichtsrats

Die „Rheinische Post“ und die „Welt“ berichteten am Montag vorab übereinstimmend, Aufsichtsratschef Manfred Schneider solle mit Rücktritt gedroht haben, um seinen Kandidaten Terium durchzubekommen.

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