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28.11.2016

15:03 Uhr

Schnellzüge in Spanien

Siemens verliert Bieterkampf

Der spanische Zughersteller Talgo sticht Siemens aus und darf Schnellzüge im Wert von fast 800 Millionen Euro liefern. Für die deutsche Industriekonzerne sind das schlechte Nachrichten.

Siemens verliert einen Bieterkampf gegen den spanischen Konkurrenten Talgo. Damit geht dem Konzern ein Deal im Wert von fast 800 Millionen Euro durch die Lappen. dpa

Keine Züge nach Spanien

Siemens verliert einen Bieterkampf gegen den spanischen Konkurrenten Talgo. Damit geht dem Konzern ein Deal im Wert von fast 800 Millionen Euro durch die Lappen.

MadridSiemens ist im Ringen um einen millionenschweren Liefervertrag für neue Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien leer ausgegangen. Das Ministerium für staatliche Bauvorhaben erteilte am Montag dem spanischen Zughersteller Talgo den Zuschlag für die Lieferung und Instandhaltung von 15 neuen Hochgeschwindigkeitszügen im Wert von 786 Millionen Euro. Talgo habe sowohl aus technischer als auch ökonomischer Sicht das „beste Angebot“ unterbreitet.

Der Bau der Züge dauert rund fünf Jahre und sorgt für rund 1000 Jobs, wie das Ministerium weiter mitteilte. Demnach kann der Liefervertrag mit Talgo noch um 15 weitere Hochgeschwindigkeitszüge aufgestockt werden. Der Gesamtwert beläuft sich dann auf 1,4 Milliarden Euro.

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Analysten loben Siemens. Der Kurs der Aktie ist so hoch wie zuletzt im Boomjahr 2000. Allein in den vergangenen zwölf Monaten legte sie 15 Prozent zu. Doch die globale Konjunktur dürfte weitere Höhenflüge bremsen.

Neben Siemens hatte auch der französische Industriekonzern Alstom gegen Talgo keine Chance. Der spanische Konkurrent ist bereits der Hauptlieferant von Schnellzügen an die spanische Bahngesellschaft Renfe. Mit dem neuen Auftrag steigert Talgo seinen Marktanteil dort nach eigenen Angaben von 47 auf 54 Prozent.

Von

afp

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