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07.11.2012

10:00 Uhr

Schokoladehersteller

Barry Callebaut baut Marktanteile aus

Die Nummer eins der Welt im Geschäft mit Kakao und Schokolade ist im abgelaufenen Quartal noch mächtiger geworden. Und Barry Callebaut konnte nicht nur die Marktanteile steigern.

Barry Callebaut ist Marktführer bei Kakao und Schokolade. Reuters

Barry Callebaut ist Marktführer bei Kakao und Schokolade.

ZürichDie Wirtschaftsflaute und Schuldenkrise in Europa haben den Kakao- und Schokoladehersteller Barry Callebaut nicht bremsen können. Der Schweizer Weltmarktführer steigerte seinen Umsatz in dem im August beendeten Geschäftsjahr vor allem dank wachsender Märkte in den Schwellenländern um acht Prozent auf 4,83 Milliarden Franken (vier Milliarden Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Allerdings schmälerten umfangreiche Investitionen, die letztlich die Kosten senken sollen, den Gewinn, der um 8,5 Prozent auf 241 Millionen Franken zurückging. An die Aktionäre sollen unverändert 15,50 Franken pro Aktie ausgeschüttet werden.

Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen: Von Reuters befragte Analysten hatten für das abgelaufene Geschäftsjahr im Schnitt mit einem Umsatz von 4,7 Milliarden und einem Reingewinn von 239 Millionen Franken gerechnet. Im frühen Handel legten die Aktien um 3,4 Prozent auf 915 Franken zu.

Der Konzern beliefert kleinere gewerbliche Kunden, aber auch Großkonzerne wie Nestle, Cadbury und Kraft mit Schokolade. Seit Anfang 2012 sind die Schweizer auch Hauptlieferant für den Lebensmittelkonzern Unilever und die mexikanische Grupo Bimbo.

Die höchsten Wachstumsraten erzielte Barry Callebaut in Südamerika und in der Region Asien-Pazifik. In Europa erwiesen sich vor allem Russland, die Türkei und Polen als Wachstumsmotoren. Bei einem Wachstum der europäischen Schokolademärkte insgesamt um 1,4 Prozent steigerten die Schweizer ihre Verkäufe um fast sieben Prozent.

"Trotz des derzeit recht schwierigen wirtschaftlichen Umfelds insbesondere in Westeuropa sind wir immer noch optimistisch, unsere Strategie umsetzen und unsere Ziel erreichen zu können", erklärte Konzernchef Jürgen Steinemann. Barry Callebaut hat sich bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 wie schon in den Jahren zuvor ein durchschnittliches Wachstum der verkauften Mengen um sechs bis acht Prozent und ein mindestens gleich hohes Wachstum des Betriebsgewinns zum Ziel gesetzt.

In nächster Zukunft dürfte der globale Schokolademarkt etwas stärker wachsen als um das eine Prozent des letzten Jahres, sagte Steinemann in einem Gespräch mit Reuters. "Aber wahrscheinlich werden es nicht zwei bis drei Prozent sein".

Die Industriellen-Familie Jacobs, die fast zwei Drittel an Barry Callebaut hält und mit Andreas Jacobs den Präsidenten stellt, will mit Nicolas Jacobs ein weiteres Familienmitglied in den Verwaltungsrat wählen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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MarcoM.

11.11.2012, 17:56 Uhr

Die Jacobs Family sind doch Deutsche, oder?

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