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06.02.2014

14:24 Uhr

Schon im Juni

Börsengang von Alstoms Bahnsparte naht

Der TGV-Hersteller Alstom könnte seine Bahnsparte bereits im Juni an die Börse bringen – um so den Weg für Partnerschaften und Fusionen zu ebnen. Seit November sucht Alstom vergeblich nach einem Käufer für das Geschäft.

Alstom will sich von Bahnsparte trennen: Die Muttergesellschaft benötigt das Geld, um Kredite im Umfang von fünf Milliarden Euro zu bedienen. Reuters

Alstom will sich von Bahnsparte trennen: Die Muttergesellschaft benötigt das Geld, um Kredite im Umfang von fünf Milliarden Euro zu bedienen.

ParisDer hoch verschuldete TGV-Hersteller Alstom konkretisiert seine Pläne für den Börsengang seiner Bahnsparte. Die Anteilsscheine könnten bereits im Juni verkauft werden, sagte Spartenvorstand Henri Poupart-Lafarge in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Ein Börsengang ist interessant, weil er in einem umkämpften Markt den Weg zu Partnerschaften und Fusionen ebnen kann.“

Alstom steckt mit seiner Kraftwerkstochter in der Krise und versucht deswegen, mit dem Verkauf der Bahnsparte Geld aufzutreiben. Bereits im November hatte der Konkurrent von Siemens und Bombardier bekanntgegeben, nach Interessenten zu suchen. Weil sich offensichtlich kein Käufer fand, soll ein Teil der Tochter nun an die Börse gebracht werden.

Die Sparte stellt den französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV her, aber auch S-Bahnen für deutsche Großstädte. In Deutschland werden Züge im Werk Salzgitter hergestellt.

Im Geschäft mit Nahverkehrszügen und Straßenbahnen zog Alstom zuletzt öfters den Kürzeren gegen Siemens. dpa

Im Geschäft mit Nahverkehrszügen und Straßenbahnen zog Alstom zuletzt öfters den Kürzeren gegen Siemens.

Die Sparte steuert mehr als ein Viertel zum Alstom-Umsatz bei und konnte im vergangenen Jahr einen Auftragsrekord verbuchen. Experten schätzen den Wert des Geschäfts auf 2,8 Milliarden bis 3,9 Milliarden Euro. Bei einem Verkauf zwischen einem Viertel und der Hälfte könnten also 700 Millionen bis 1,9 Milliarden Euro erzielt werden.

Die Muttergesellschaft benötigt das Geld, um Kredite im Umfang von fünf Milliarden Euro zu bedienen. Investoren fürchten, dass sich Alstom deswegen beim Verkauf seiner Bahntochter in einer schlechten Verhandlungsposition befindet.

Von

rtr

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