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01.08.2012

18:57 Uhr

Schuldenlast

ACS verpfändet Großteil der Hochtief-Aktien

Der spanische Baukonzern ACS leidet unter einer drückenden Schuldenlast. Die Übernahme von Hochtief hat sich bisher nicht ausgezahlt. Nun hat ACS einen großen Teil seiner Aktien bei einer spanischen Großbank verpfändet.

Die milliardenschwere Mehrheitsübernahme von Hochtief hat sich für ACS noch nicht ausgezahlt. dapd

Die milliardenschwere Mehrheitsübernahme von Hochtief hat sich für ACS noch nicht ausgezahlt.

Essen/MadridDer hoch verschuldete spanische Baukonzern und Hochtief-Großaktionär ACS hat den größten Teil seines Anteils am deutschen Baukonzern verpfändet. Als Pfand seien rund 30 Prozent der Aktien an die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA) gegangen, teilte Hochtief am Mittwoch mit.

ACS kontrolliert derzeit gut 54 Prozent an Hochtief, davon gehören 4,2 Prozent dem Essener Unternehmen selbst. Im vergangenen Jahr hatte der spanische Konkurrent nach einem Abwehrkampf der Essener die Mehrheit an Hochtief übernommen. Dies war jedoch nur mit den selbst von Hochtief gehaltenen Aktien gelungen.

Aus Unternehmenskreisen verlautete, dass es sich dabei um einen „rein technischen Vorgang“ handelt. ACS habe die Hochtief-Aktien als Sicherheit benutzt, um einen auslaufenden Kredit zu refinanzieren und zu erneuern. Dieser Kredit sei erfolgreich bis 2015 verlängert worden. Im Grunde habe sich nichts geändert, hieß es. Nur die Aktien, die als Sicherheit dienten, seien nun andere.

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Für den Baukonzern ist der Imageschaden schon jetzt immens.

Der spanische ACS-Konzern sitzt seit Jahren auf einem riesigen Schuldenberg, der durch die Übernahme von Hochtief noch größer geworden ist. Insgesamt legten die Spanier für das Hochtief-Aktienpaket nach Schätzung von Experten rund 2,6 Milliarden Euro auf den Tisch.

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

01.08.2012, 19:14 Uhr

was passiert wenn spanien oder/und diese spanische bank pleite geht und deutschland als bürge eintritt. Sind wir dann unser geld los und die Hochtief anteile bleiben bei den spaniern ?

Account gelöscht!

01.08.2012, 19:29 Uhr

Tolle Sache!!! Deutsche Steuerzahler finanzieren Spanische Pleitebanken damit sie durch Hintertür ein großes Deutsches Bau-Unternehmen übernehmen können. Das ruft das amerikanische Redewendung in Erinnerung: German stupid money.

Funin

01.08.2012, 19:36 Uhr

Na klar bleiben die bei den Sspaniern!

Und SPD & Grüne jubeln! Wieder ein paar Punkte gegen die deutschen Bürger gesammelt!

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