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28.01.2009

11:57 Uhr

Schuldenlast

Rio Tinto schließt Kapitalerhöhung nicht aus

Der Bergbaukonzern steht nicht nur vor Verkäufen, um seinen Schuldenberg in Milliardenhöhe abzutragen. Inzwischen zieht Rio Tinto auch eine Kapitalerhöhung in Erwägung.

Rio Tinto erwägt Kapitalerhöhung. Foto: Reuters Reuters

Rio Tinto erwägt Kapitalerhöhung. Foto: Reuters

HB MELBOURNE. Das Unternehmen schloss in einer Mitteilung diesen Schritt am Mittwoch nicht mehr aus und reagierte damit auf Marktgerüchte. Investoren gehen dabei von einer Kapitalerhöhung in Höhe von zwei bis vier Milliarden Euro aus.

"Sie müssen Firmenanteile auch bei einer Kapitalerhöhung weiter verkaufen", sagte Analyst Tim Barker von BT Investment Management am Mittwoch. Dies würde die Position des Unternehmens verbessern. Sein Investmenthaus gehört zu den Rio-Tinto-Aktionären.

Der Bergbaukonzern sitzt auf einem Schuldenberg von 29,4 Milliarden Euro. Bereits im Dezember hatte Rio Tinto einen massiven Stellenabbau und Firmenverkäufe angekündigt, um die Schulden um 7,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu drücken.

Im November hatte Rivale BHP seine Pläne einer feindlichen Übernahme in Höhe von rund 66 Milliarden US-Dollar von Rio Tinto abgeblasen. BHP Billiton begründete damals diesen Schritt neben den weltweit fallenden Metallpreisen auch mit den hohen Schulden von Rio Tinto. 2007 hatte Rio Tinto selbst den kanadischen Aluminiumhersteller Alcan für 40 Milliarden Dollar übernommen.

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