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30.10.2013

16:18 Uhr

Schuler

Andritz-Tochter baut 350 Stellen ab

Die Andritz-Tochter Schuler will rund 350 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen und erhofft sich davon Kosteneinsparungen. Der Metallpressen-Hersteller muss dafür aber tief in die Tasche greifen.

Mitarbeiter der Schuler AG: Der weltgrößte Pressenhersteller will in Deutschland weniger selbst produzieren. dpa

Mitarbeiter der Schuler AG: Der weltgrößte Pressenhersteller will in Deutschland weniger selbst produzieren.

WienDie Andritz-Tochter Schuler steht vor einem teuren Stellenabbau: Der Metallpressen-Hersteller wolle mittelfristig rund 350 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen und erhofft sich davon jährliche Kosteneinsparungen von 15 bis 20 Millionen Euro, teilte Schuler mit. Doch zunächst muss das Unternehmen für den Stellenabbau tief in die Tasche greifen und dafür Rückstellungen über 50 Millionen Euro bilden. Davon würden etwa 35 Millionen Euro noch im laufenden Rumpfgeschäftsjahr von Oktober bis Dezember und der Rest 2014 anfallen.

Schuler will seine Produktion zunehmend in die Wachstumsmärkte nach Asien verlagern und hat im Zuge dessen bereits die Kapazitäten in China aufgestockt. „Wir folgen unseren Kunden in ihre ausländischen Märkte und schaffen so die Voraussetzungen, auch künftig als deutsches Unternehmen in der Umformtechnik weltweit führend zu bleiben“, sagte Schuler-Chef Stefan Klebert.

Das schwäbische Unternehmen fertigt Metallpressen - etwa für Autokarosserieteile. Der österreichische Maschinenbauer Andritz hatte die Firma für rund 600 Millionen Euro übernommen.

Als Teil des Firmenumbaus will Schuler unter anderem die unrentable Gießerei in Göppingen schließen, wodurch allein hundert Arbeitsplätze wegfallen. Stattdessen soll dort für 40 Millionen Euro ein neues Technologiezentrum entstehen. Betriebsbedingte Kündigungen will Schuler „soweit wie möglich“ vermeiden, hieß es in der Mitteilung. Ende Juni waren 5560 Menschen bei dem Unternehmen beschäftigt.

Der Stellenabbau bei der Tochter kommt in einer für Andritz ohnehin nicht einfachen Zeit. Nach mehreren Jahren mit Gewinnzuwächsen erwartet der Grazer Maschinenbauer im laufenden Jahr einen deutlichen Ergebnisrückgang.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.10.2013, 16:37 Uhr

„Wir folgen unseren Kunden in ihre ausländischen Märkte und schaffen so die Voraussetzungen, auch künftig als deutsches Unternehmen in der Umformtechnik weltweit führend zu bleiben“
Und das werden alle Unternehmen tun! Immer schneller, immer mehr. Bleiben werden Arbeitslose und die Fachkräftelüge...

Eine der Ursachen ist die permanet niedrige Binnennachfrage in Deutschland. Die Reichen werden immer reicher, die arbeitenden Bürger immer ärmer.

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