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09.11.2012

10:33 Uhr

Schwache Automarkt

Rheinmetall erwartet für 2012 weniger Umsatz

Der Rüstungskonzern hat seine Prognose für 2012 nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun 100 Millionen Euro weniger Umsatz als ursprünglich erwartet. Das wird sich auch auf den Gewinn auswirken.

Die Rheinmetall AG in Düsseldorf rechnet für das Gesamtjahr mit weniger Gewinn als ursprünglich prognostiziert. dpa

Die Rheinmetall AG in Düsseldorf rechnet für das Gesamtjahr mit weniger Gewinn als ursprünglich prognostiziert.

DüsseldorfBei Rheinmetall fällt neben dem Rüstungsgeschäft nun auch die Automobilzulieferung als Wachstumsmotor aus. Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal kassierte der Vorstand am Freitag seine Jahresziele und erwartet 2012 nun einen Ergebnisrückgang. Die Anleger reagierten verschreckt: Der Aktienkurs sackte um über vier Prozent auf 33,22 Euro ab und führte damit die Verliererliste im Nebenwerteindex MDax an. "Die deutliche Reduzierung der Prognose ist eine große Enttäuschung", kommentierten Analysten von Close Brothers Seydler.

Vorstandschef Klaus Eberhardt erklärte die missliche Lage bei Rheinmetall mit den Einsparanstrengungen in vielen westlichen Verteidigungshaushalten und der rückläufigen Automobilkonjunktur in Westeuropa. Rheinmetall ist da allerdings keine Ausnahme: Der ausufernden Autokrise mussten in den vergangenen Wochen bereits andere Zulieferer wie etwa Leoni, Norma oder die französische Faurecia Tribut zollen. Vor allem in den hoch verschuldeten Staaten Italien und Spanien wagen immer weniger, ein neues Auto zu kaufen, zumal die Arbeitslosigkeit zum Teil Rekordstände erreicht.

Eberhardt erwartet 2012 zwar immer noch ein Umsatzplus, allerdings mit 4,8 (Vorjahr: 4,5) Milliarden Euro 100 Millionen weniger als bislang. Beim operativen Gewinn (Ebit) rechnet er dagegen mit einem Rückgang statt mit Stagnation: Rund 300 Millionen Euro soll das Ebit noch erreichen - 54 Millionen weniger als im Vorjahr.

Während im ersten Halbjahr bei Rheinmetall das Autoteilegeschäft noch für eine stabile Ertragslage sorgte, brach das Ergebnis im dritten Quartal ein. Bei einem stagnierenden Umsatz von rund einer Milliarde Euro sank das Betriebsergebnis um 40 Prozent auf 44 Millionen und der Überschuss in ähnlicher Höhe auf 26 Millionen Euro. Damit verfehlte Rheinmetall die Ergebnisschätzungen der Analysten deutlich. Sie hatten ein Ebit von rund 66 Millionen Euro erwartet und einen Überschuss von knapp 37 Millionen.

Von

rtr

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