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12.12.2013

17:20 Uhr

Schwacher Absatz

VW bekommt neuen US-Chef

Seit Monaten schwächelt der Absatz von Volkswagen auf dem wichtigen US-Markt. Einer neuer Chef soll ab Januar für frischen Wind sorgen. Der Markt spielt in der Wachstumsstrategie der Wolfsburger eine Schlüsselrolle.

Zurück nach oben? Volkswagen will in den USA wieder wachsen. dpa

Zurück nach oben? Volkswagen will in den USA wieder wachsen.

WolfsburgEuropas größter Autobauer Volkswagen wechselt zum Jahresende sein Spitzenpersonal auf dem stockenden US-Markt aus. Zum 1. Januar löst Michael Horn (51) den bisherigen US-Chef Jonathan Browning ab, wie die Wolfsburger am Donnerstag mitteilten. Horn, der seit 1990 für VW arbeitet, hatte 2009 die Leitung des weltweiten After-Sales-Managements übernommen, wozu alle Aktivitäten der Kundenbindung zählen. Browning (54) scheidet laut VW aus persönlichen Gründen aus dem Konzern aus. Weitere Angaben dazu machte VW nicht.

Im November waren die Verkaufszahlen der Kernmarke Volkswagen Pkw in den Vereinigten Staaten im achten Monat nacheinander geschrumpft. Mit 30 727 Autos setzten die Niedersachsen 16,3 Prozent weniger ab als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn liegt der US-Absatz mit knapp 373 700 Fahrzeugen inzwischen mehr als 5 Prozent im Minus. Dabei spielen die USA für Volkswagen eine Schlüsselrolle auf dem Weg an die Weltspitze der Autobranche bis 2018. Der jetzt aus dem Konzern scheidende Browning hatte den Posten als Vorstandschef der Volkswagen Group of America zum 1. Oktober 2010 übernommen.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)





Von

dpa

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