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12.02.2013

11:50 Uhr

Schwacher Autoabsatz

Tomtoms Gewinn bricht um die Hälfte ein

Für Europas Branchenprimus bleibt es eng. Der Navigationsgerätehersteller leidet unter der Autoabsatzkrise in Europa. Gratis-Anbieter verstärken den Trend. Der Umsatz und der Gewinn sind deutlich zurückgegangen.

Ein Tomtom-Navigationsgerät. Der Hersteller leidet unter der Autoabsatzkrise in Europa. Reuters

Ein Tomtom-Navigationsgerät. Der Hersteller leidet unter der Autoabsatzkrise in Europa.

AmsterdamDie schwache Auto-Nachfrage in Europa zwingt TomTom zu einer Gewinnwarnung. Der niederländische Anbieter von Navigationsgeräten teilte am Dienstag mit, der um Sonderlasten bereinigte Gewinn je Aktie werde sich 2013 halbieren. An der Börse brachen TomTom-Aktien daraufhin um knapp acht Prozent ein und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit August.

Europas Branchenprimus TomTom ist stark abhängig vom Absatz seiner größten Kunden wie PSA Peugeot Citroen, Renault oder Fiat. Die Autobauer sind - wie andere Branchengrößen auch - momentan unter anderem wegen der Abschatzschwäche in Südeuropa in schwerem Fahrwasser und müssen sparen.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Außerdem setzen Gratis-Anbieter den etablierten Navi-Firmen zu. TomTom-Chef Harold Goddijn sprach von einem desaströsen Jahr für die Auto-Hersteller. "2013 wird nicht einfach. Ich denke aber nicht, dass es so schlecht wird", sagte er Reuters. Es sei noch unklar, wann sein Konzern wieder wachse.

TomTom hat für 2013 einen Umsatz von 900 bis 950 Millionen Euro in Aussicht gestellt, nach 1,06 Milliarden im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie fiel in allen vergangenen fünf Jahren. Im vierten Quartal 2012 verdiente TomTom dagegen unter dem Strich mit 99 Millionen Euro viel mehr als von Analysten erwartet. Allerdings gingen davon 80 Millionen Euro auf einen Steuereffekt zurück. Der Umsatz lag mit 289 Millionen Euro leicht über den Markterwartungen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.02.2013, 12:28 Uhr

Wozu noch TomTom??? Es gibt doch Google Maps und Navigation.

Völlig kostenlos und neuerdings sogar offline.

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