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13.05.2015

10:49 Uhr

Schwacher Yen

Rückenwind für Nissan

Der japanische Autobauer Nissan profitiert von der Schwäche des Yen und verkauft im Ausland deutlich mehr Autos. Der Gewinn legt kräftig zu. Doch ein wichtiger Markt wird immer problematischer für die Japaner.

Nissan-Konzernchef Carlos Ghosn hat ambitionierte Wachstumspläne für die Japaner. Reuters

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Nissan-Konzernchef Carlos Ghosn hat ambitionierte Wachstumspläne für die Japaner.

YokohamaDer japanische Renault-Partner Nissan hat im vergangenen Geschäftsjahr dank des schwachen Yen und einer hohen Nachfrage in Nordamerika deutlich mehr verdient. Wie der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss (Ortszeit) bekanntgab, stieg der Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März um 17,6 Prozent auf 457,6 Milliarden Yen (3,4 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 8,5 Prozent auf rund 11,4 Billionen Yen.

Für das noch bis zum 31. März 2016 laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem weiteren Anstieg des Nettogewinns auf 485 Milliarden Yen sowie einem Umsatz von 12,1 Billionen Yen. Weltweit will Nissan 5,55 Millionen Autos absetzen, ein Plus von 4,4 Prozent. Derzeit kommen die Japaner weltweit auf einen Marktanteil von 6,2 Prozent.

Insbesondere in den USA laufen die Geschäfte der Japaner rund. Mit rund 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen schneidet Nissan um 8,9 Prozent besser ab als im Vorjahr. Neue Modelle wie der Altima und Rogue sollen im wichtigsten Auslandsmarkt weiteren Schwung bringen. Und so den Marktanteil, der derzeit bei 8,4 Prozent liegt, weiter ausbauen. Nissan profitierte unter anderem von Währungseffekten - der billige Yen macht die Autos in Übersee günstiger.

Schlechter sieht es auf dem Heimatmarkt aus. In Japan hat die anhaltende Wirtschaftskrise für einen Einbruch bei den Autoverkäufen gesorgt. Nissan schrumpft dabei noch stärker als der Gesamtmarkt. Mit 623.000 verkauften Fahrzeugen ist der Absatz um 13,3 Prozent geschrumpft. Der Marktanteil beträgt nun nur noch 11,8 Prozent. Auch auf dem lukrativen chinesischen Markt sind die Ergebnisse der Japaner durchwachsen. Mit 1,22 Millionen verkauften Fahrzeugen liegen sie beim Absatz nur knapp über dem Vorjahr.

Besser sieht es dagegen in Europa aus. Dort haben sich insbesondere die kompakten SUV Qashqai und Juke zum Bestseller entwickelt. Unterm Strich stehen 582.000 verkaufte Fahrzeuge, und damit ein Absatzplus von 13,9 Prozent. Selbst im schwierigen russischen Markt kann sich Nissan gegen den Markttrend behaupten und legt beim Absatz um 5,1 Prozent auf 173.000 Fahrzeuge zu. Renault und Nissan kommen in Russland auf einen vergleichsweise hohen Lokalisierungsgrad.

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