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14.01.2005

08:53 Uhr

Schwaches Ergebnis in Europa

General Motors wird weniger verdienen

Der auch durch hohe Verluste seines Europageschäfts und seiner deutschen Tochter Adam Opel belastete US-Autokonzern General Motors hat für das laufende Jahr einen schwächeren Gewinnausblick geliefert.

HB DETROIT. General Motors dürfte trotz eines wettbewerbsintensiven Umfelds seine Ziele für 2004 erreicht haben. Das Unternehmen bekräftigte am Donnerstagabend die eigene Schätzung für das abgelaufene Geschäftsjahr von 6,00 Dollar bis 6,50 Dollar vor Sonderposten. Im vierten Quartal seien eine Reihe von außerordentlichen Posten verbucht worden, teilte GM mit. Dazu gehöre auch die Abschreibung der restlichen 220-Mill.-Dollar-Investition in die Fiat Auto Holding. Die Summe aller Sonderposten werde netto einen leicht positiven Effekt auf das Ergebnis nach US-GAAP haben, hieß es.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe GM von der starken Entwicklung ihrer Finanztochter General Motors Acceptance Corp (GMAC) profitiert. Hinzu habe das Unternehmen in drei seiner vier Automobilregionen Marktanteile hinzu gewonnen. Die Region Asien-Pazifik habe eine bislang noch nie erreichte Profitabilität verzeichnet, während die Region Südamerika/Afrika/Mittlerer Osten in die Gewinnzone zurückgekehrt sei. GM will seine Zahlen am 19. Januar vorlegen.

Die Aktien brachen im nachbörslichen Handel ein. Der US-Autokonzern teilte mit, 2005 einen niedrigeren Gewinn zu erwarten.

GM erwartet zudem für seine Europatochter GM Europe (GME) für das laufende Jahr einen Verlust von 500 Mill Dollar. In dem Betrag seien die Kosten für Restrukturierung nicht enthalten, teilte GM mit. GME werde sich weiter auf die Revitalisierung ihrer Marken, zu denen Opel und Saab gehören, konzentrieren und Wachstum generieren. Gleichzeitig wolle GM die Kostensenkungen bei der Tochter fortsetzen und das Personal reduzieren, um in dem Bereich zur Profitabilität zurückzukehren.

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