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27.12.2013

11:12 Uhr

Schwarze Liste

China geht gegen korrupte Pharma-Konzerne vor

China will im Kampf gegen die weit verbreitete Korruption bei Pharmakonzernen und Medizingeräteherstellern künftig mit einer „schwarzen Liste“ vorgehen. Gelistet werden Unternehmen, die Bestechungsgelder gezahlt haben.

Bunte Pillen und Tabletten: Unternehmen, die zwei Mal in fünf Jahren auf der Liste auftauchen, würden für zwei Jahre vom Handel in China ausgeschlossen. dpa

Bunte Pillen und Tabletten: Unternehmen, die zwei Mal in fünf Jahren auf der Liste auftauchen, würden für zwei Jahre vom Handel in China ausgeschlossen.

ShanghaiChina will im Kampf gegen die weit verbreitete Korruption Pharmakonzerne und Medizingerätehersteller künftig mit einer „schwarzen Liste“ unter Druck setzen. Darauf sollen Unternehmen aufgeführt werden, die Bestechungsgelder gezahlt hätten, kündigte eine für Gesundheitsfragen zuständige Kommission am Freitag an. Die Liste soll erstmals im März aufgestellt und dann im Internet veröffentlicht werden.

Den Angaben zufolge dürfen die genannten Firmen zwei Jahre lang keine Produkte in der betroffenen Region verkaufen. Unternehmen, die zwei Mal in fünf Jahren auf der Liste auftauchen, würden für zwei Jahre vom Handel in China ausgeschlossen.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Korruption im Gesundheitssektor ist in China weit verbreitet. Behörden ermitteln gegen internationale wie auch einheimische Pharma- und Milchpulver-Firmen wegen Bestechung. Vor allem der britische Anbieter GlaxoSmithKline geriet in die Schlagzeilen. Glaxo wird vorgeworfen, mit Hilfe von Reisebüros und Beratungsfirmen in erheblichem Umfang Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben, um Umsätze anzukurbeln.

Angesichts des rasant wachsenden Gesundheitsmarktes in der Volksrepublik tummeln sich dort immer mehr Firmen. Nach Berechnungen der Beratungsfirma McKinsey werden sich die Gesundheitsausgaben in China bis 2020 auf eine Billion Dollar verdreifachen von 357 Milliarden im Jahr 2011.

Von

rtr

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