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02.05.2011

14:04 Uhr

Schwarze Zahlen

Fiats italienische Medizin hilft Chrysler auf die Beine

Unter der Regie von Fiat hat der lange kränkelnde US-Autobauer Chrysler wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Plan von Fiat-Chef Sergio Marchionne geht offenbar auf - und ist noch lange nicht am Ende.

Neuer Chrysler 300 auf der Automesse in Detroit. Quelle: dpa

Neuer Chrysler 300 auf der Automesse in Detroit.

New YorkDer US-Autobauer Chrysler hat unter Fiat-Regie erstmals wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft. Der kleinste der großen drei amerikanischen Autokonzerne verdiente im ersten Quartal 116 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Es ist der erste Quartalsgewinn seit dem Start des „neuen“ Chrysler-Konzerns im Sommer 2009. Chrysler war damals mit Milliardenhilfen des US-Staates durch ein Insolvenzverfahren gegangen. Im Zuge des Insolvenzverfahrens setzte sich Fiat als Großaktionär ans Chrysler-Steuer, Fiat-Chef Sergio Marchionne lenkt den US-Autobauer gleich mit. Bislang hat Fiat für die inzwischen 30-prozentige Beteiligung kein Geld ausgegeben, sondern Know-how zur Verfügung gestellt. Bis Jahresende wollen die Italiener die Mehrheit bei Chrysler übernehmen und so einen neuen globalen Autoriesen schmieden.  

Im vergangenen Jahr hatte Chrysler noch 652 Millionen Dollar verloren. Alleine im Schlussquartal lief ein Minus von 199 Millionen Dollar an. Im ersten Quartal 2010 lag der Verlust bei 197 Millionen Dollar.  Die Besserung zeichnete sich aber schon seit einiger Zeit ab. Marchionne war es nach dem Neustart gelungen, die Verkäufe anzukurbeln und die Milliarden-Verluste einzudämmen. Dabei half Chrysler auch das Comeback des US-Marktes. Im ersten Quartal 2011 steigerte Chrysler die weltweiten Verkäufe im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 394,000 Fahrzeuge. Im gesamten Jahr 2010 war der Konzern 1,52 Millionen Wagen losgeworden.  

Inzwischen sammelte Chrysler eine Geld-Reserve von 9,9 Milliarden Dollar an, wie es am Montag hieß. Bis zur Jahresmitte will Chrysler die Staatskredite von rund sieben Milliarden Dollar zurückzahlen, deren Zinsen noch schwer auf der Bilanz lasten. Das würde auch die Tür für die Mehrheitsübernahme durch Fiat öffnen. Die Italiener wollen Chrysler voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres zudem zurück an die Börse bringen.  

Marchionne hatte schon Fiat saniert. Nun will er mit der Chrysler-Allianz zu den großen Autokonzernen der Welt aufschließen. Jüngst ist Fiat nach jahrzehntelanger Abstinenz auf den US-Markt zurückgekehrt - mit seinem Kleinwagen 500. Umgekehrt werden Chrysler-Modelle wie die Limousine 300 in Europa unter der italienischen Marke Lancia verkauft.  Chrysler mit seinen heutigen Marken wie Chrysler, Dodge und Jeep wurde hierzulande vor allem durch die Ehe mit Daimler bekannt. Der Zusammenschluss scheiterte jedoch grandios. Daimler trennte sich 2007 nach neun gemeinsamen Jahren von Chrysler.      

Von

dpa

Kommentare (1)

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MelvinUdall

02.05.2011, 14:33 Uhr

Man sieht, die sozialistischen Systeme der USA und der EUDSSR funktionieren sogar untereinander. Alles ist ganz prima, der Endsieg äääh Aufschwung ist nah, also alles bestens. Und eine für die heutige Jubelmeldung nötige Leiche musste man nicht mal auftauen, man hat ihn gleich "seebestattet". Mein Gott, was sich die Leute heutzutage alles erzählen lassen.............

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