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07.12.2011

14:27 Uhr

Schwedischer Autobauer

Saab steht vor dem Aus

Die Schulden sind erdrückend, chinesischer Investoren sind an GM gescheitert: Dem Autohersteller Saab geht das Geld aus. Jetzt hat der Zwangsverwalter ein Ende der Sanierung beantragt.

Logo des Autoherstellers Saab: Die Insolvenz scheint unumgänglich. dpa

Logo des Autoherstellers Saab: Die Insolvenz scheint unumgänglich.

StockholmDer Autohersteller Saab steht kurz vor der Insolvenz. Wie das Unternehmen im westschwedischen Trollhättan mitteilte, hat der von einem Gericht eingesetzte Zwangsverwalter Guy Lofalk den Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens mit Gläubigerschutz beantragt.

Lofalk hatte seit Anfang der Woche öffentlich erklärt, dass er das „Ende des Weges“ für erreicht halte, weil Saab über keine Mittel verfüge und es keine realistische Aussicht auf einen baldigen Neustart der Produktion gebe.

Saab kann in seinem Stammwerk Trollhättan seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden keine Autos mehr produzieren. Im Oktober hatten zwei chinesische Großinvestoren die Bereitschaft signalisiert, das Traditionsunternehmen für 100 Millionen Euro zu übernehmen. Das war jedoch an der Zustimmung von General Motors gescheitert. GM beliefert Saab mit Teilen und befürchtet die illegale Weitergabe von Technologie durch die Chinesen. Wenn bis Montag keine Einigung erzielt wird, geht Saab endgültig pleite.

Das Saab-Management erklärte zur Ankündigung des Zwangsverwalters, man „erörtere weitere Schritte“ und verhandele weiter mit dem chinesischen Autounternehmen Youngman.

Kommentare (4)

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svebes

07.12.2011, 11:36 Uhr

das war eh klar, die wollten die Patente und das Know How und tschüss. Wie war es denn bei BenQ und Siemens - das gleiche, oder? Den Nutzen haben die Investoren, die Kosten die Steuerzahler. Also wie immer.

Numismatiker

07.12.2011, 12:32 Uhr

Vielleicht sollten unsere Politiker und Wirtschaftsbosse endlich kapieren, daß man Chinesen generell nicht trauen kann. China ist und bleibt eine kommunistische Gewaltdiktatur, die ausschließlich auf eigenen Vorteil aus ist. Dagegen sind die in anderen Kommentaren so oft gescholtenen Amerikaner harmlose Waisenknaben.

joe

07.12.2011, 13:22 Uhr

Naja was meine Voredner hier sagen entspricht nicht ganz der Wahrheit, die Chinesen haben nicht bezahlt weil GM den Deal blockiert und somit keine added Value mehr da ist. GM ist der wahre Saab Killer schade drum. Wie man bei Volvo sieht geht es auch anders.

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