Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

11:18 Uhr

Schweizer Actelion

Mehr Umsatz dank Lungenmedikament

Das Lungenmittel Opsumit verschafft der Schweizer Biotechnologiefirma Actelion ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent. Der Druck auf Actelion durch den starken Franken und Nachahmerprodukte wird allerdings zunehmen.

Bereits im vergangenen Jahr hat Actelion verschiedene Optionen geprüft, aber keine passenden Investitionsobjekte gefunden. Reuters

Hält Ausschau nach Übernahmen

Bereits im vergangenen Jahr hat Actelion verschiedene Optionen geprüft, aber keine passenden Investitionsobjekte gefunden.

ZürichDie Schweizer Biotechnologiefirma Actelion hat mit ihren Lungenmedikamenten im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Kerngewinn stieg zu konstanten Wechselkursen gerechnet um 25 Prozent auf 743 Millionen Franken, wie Actelion am Montag mitteilte. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 1,96 Milliarden Franken. Die Dividende soll um acht Prozent auf 1,30 Franken pro Titel erhöht werden, zudem will Actelion ein neues Aktienrückkaufprogramm auflegen.

Das Ende 2013 eingeführte Lungenmittel Opsumit kam auf einen Umsatz von 180 Millionen Franken und machte den leichten Rückgang beim zunehmend von Nachahmerprodukten bedrängten wichtigsten Umsatzträger Tracleer mehr als wett.

Dieses Jahr rechnet Actelion mit einem Wachstum des Kerngewinns zu konstanten Wechselkursen im niedrigen einstelligen Bereich. Der Druck von Nachahmerprodukten werde zunehmen und Opsumit erfordere weitere Markteinführungskosten, erklärte Konzernchef Jean-Paul Clozel.

Der starke Franken wird sich laut Verwaltungsratspräsident Jean-Pierre Garnier negativ in der Bilanz niederschlagen. Actelion werde weiterhin nach Übernahmen Ausschau halten. Im vergangenen Jahr habe die Firma verschiedene Optionen geprüft, aber keine passenden Investitionsobjekte gefunden.

Die Anleger zeigten sich mit den Zahlen nicht zufrieden, die Aktie verlor an der Börse rund vier Prozent. Analysten hatten einen höheren Umsatz erwartet. Auch der Kerngewinn liege aufgrund des Erlösrückgangs bei Tracleer unter den Schätzungen, erklärten Pharmaexperten von Merrill Lynch. Die bisher Gewinnschätzungen für 2015 seien wahrscheinlich zu hoch, so der Analyst Fabian Wenner vom Broker KeplerCheuvreux.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×