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24.04.2013

07:09 Uhr

Schweizer Siemens-Rivale

Elektrokonzern ABB überrascht mit schmalerem Gewinn

Der Gewinn des Schweizer Siemens-Rivalen schrumpft in den ersten Monaten des Jahres. Analysten hatten mit einem Zuwachs gerechnet. Immerhin klettert der Umsatz von ABB deutlich.

Der Schweizer Elektrokonzern ABB meldet überraschend einen Gewinnrückgang. dpa

Der Schweizer Elektrokonzern ABB meldet überraschend einen Gewinnrückgang.

MünchenDie schwache Industriekonjunktur setzt dem Elektrokonzern ABB zu. Im Auftaktquartal schrumpfte der Gewinn der Schweizer überraschend auf 664 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Vor Jahresfrist hatte der Siemens-Rivale noch 685 Millionen Dollar erwirtschaftet. Analysten waren von einem Zuwachs auf 710 Millionen Dollar ausgegangen. Das Ergebnis konnte ABB überhaupt nur durch kräftige Sparanstrengungen erreichen. Der Konzern drückte seine Ausgaben im Einkauf und in der Verwaltung um 260 Millionen Dollar.

Dabei war der Umsatz des Siemens -Rivalen kräftig gestiegen: Die Erlöse legten um neun Prozent auf 9,72 Milliarden Dollar zu. Den Renditeverfall erklärte ABB mit gestiegenen Zinsen und schwachen Margen aus Altaufträgen, die im Berichtszeitraum abgearbeitet worden seien.

Der Auftragseingang stagnierte in etwa bei 10,5 Milliarden Dollar. Vor allem das Servicegeschäft und Bestellungen von Elektromotoren schwächeln. Konzernchef Joe Hogan zeigte sich dennoch zufrieden. "Dieses Quartalsergebnis haben wir trotz steten Gegenwinds auf der Nachfrageseite erzielt. Das Wachstum hat sich in den USA im ersten Quartal weiter abgeschwächt, und die Industrie-Investitionen waren in weiten Teilen Europas weiterhin uneinheitlich", erklärte er. Die Konkurrenten GE und Siemens hatten sich zuletzt ähnlich geäußert.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich der Amerikaner skeptisch. "Wir werden uns auch im weiteren Jahresverlauf auf ein Gleichgewicht von Kosten und Wachstum konzentrieren. Die makroökonomischen Indikatoren bleiben aber weiterhin unklar. Das macht es schwierig, Prognosen für die Entwicklung der frühzyklischen Geschäfte abzugeben. Unser starker Auftragsbestand wird uns jedoch helfen, diese Unsicherheiten teilweise abzufedern." Aktuell seien allerdings keine Veränderungen der Nachfragetrends abzusehen. Es stehe die Abwicklung von Bestellungen aus dem Auftragsbestand im Vordergrund.

Von

rtr

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