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15.01.2007

16:45 Uhr

Schwierige Fusion

MAN-Scania: Piech und Wallenberg verhandeln selbst

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech und Jacob Wallenberg, Aufsichtsratschef des größten schwedischen Scania-Eigners Investor, haben die Fäden beim umstrittenen Zusammengehen der Lastwagenhersteller MAN und Scania in die Hand genommen. Der Scania-Betriebsratschef, Kjell Wallin bestätigte ein geplantes Treffen. An der Begegnung soll auch MAN-Aufsichtsratschef Ekkehard Schulz teilnehmen.

HB SÖDERTÄLJE. VW ist sowohl bei MAN wie bei Scania größter Anteilseigner und hatte in der letzten Woche seine vorherige Unterstützung für das MAN- Angebot über 10,3 Milliarden Euro an Scania zurückgezogen. Investor, die Finanzgesellschaft der schwedischen Wallenberg-Familie, hatte das Angebot ebenso wie Scania selbst von Beginn an als feindlich abgelehnt.

Investor-Sprecher Fredrik Lindgren lehnte jeden Kommentar zu den angeblichen direkten Verhandlungen zwischen Piech, Wallenberg und Schulz ab. Er bestätigte lediglich, dass es „laufende Kontakte zu allen Beteiligten“ gebe. Aufsichtsratsvorsitzender bei Scania ist der frühere VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder, der diese Funktion im Zusammenhang mit dem MAN-Übernahmeangebot nicht wahrgenommen hat.

Volkswagen will in eine mögliche Fusion von Scania und MAN auch die eigene Lastwagenproduktion einbringen. MAN-Chef Hakan Samuelsson hatte nach dem Nein von VW eine Erhöhung des Übernahmeangebotes für den sehr erfolgreichen schwedischen Konkurrenten weitgehend ausgeschlossen. Die Angebotsfrist läuft am 31. Januar ab. Sechs Tage zuvor präsentiert Scania in Stockholm seines Jahresbilanz.

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