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16.03.2016

14:40 Uhr

Seat und Skoda

VW-Töchter schreiben trotz Abgas-Skandal Gewinne

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda hat 2015 trotz des Abgas-Skandals einen Rekordgewinn erzielt. Auch Seat, das Sorgenkind der VW-Gruppe, ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Ziel heißt nun Nachhaltigkeit.

Martorell/Mlada Boleslav.

Mit 1.055.500 ausgelieferten Fahrzeugen überschritt die VW-Tochter das zweite Jahr in Folge die Millionen-Grenze. Reuters

Skoda

Mit 1.055.500 ausgelieferten Fahrzeugen überschritt die VW-Tochter das zweite Jahr in Folge die Millionen-Grenze.

Nach sechs Verlustjahren in Folge hat die spanische Volkswagen-Tochter Seat wieder einen Gewinn erzielt. 2015 habe man ein positives Nettoergebnis von sechs Millionen Euro verbucht, berichtete Markenchef Luca de Meo am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen am Firmensitz in Martorell bei Barcelona. 2014 hatte es bei Seat noch Verluste von 66 Millionen Euro gegeben.

Ungeachtet des Abgas-Skandals, der auch einige Dieselmodelle der Spanier betrifft, kletterte der Umsatz beim langjährigen Sorgenkind der VW-Gruppe im Vergleich zu 2014 um elf Prozent auf den Rekordwert von gut 8,33 Milliarden Euro. „Wir verdienen erstmals wieder Geld, haben mehr als 400.000 Fahrzeuge verkauft und in Martorell auch einen Produktionsrekord von 477.077 Einheiten erreicht“, sagte de Meo.

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Seat stehe „dank neuer Produkte und der Integration neuer Technologien vor einer glänzenden Zukunft“. In erster Linie sei es nun aber das Ziel, nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften.

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda hat 2015 trotz des Abgas-Skandals einen Rekordgewinn erzielt. Dieser stieg nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 708 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Mlada Boleslav berichtete. Der Umsatz legte um 6,2 Prozent zu und erreichte 12,5 Milliarden Euro. Mit 1.055.500 ausgelieferten Fahrzeugen überschritt der Autobauer das zweite Jahr in Folge die Millionen-Grenze – ein Plus von 1,8 Prozent. Größter Markt war China mit 281.700 Wagen.

Die Autobranche stehe vor großen Herausforderungen, erklärte Skoda-Chef Bernhard Maier, der seit November an der Spitze der Marke steht. Skoda werde in alternative Konzepte und Digitalisierung investieren sowie das Modellangebot im wichtigen SUV-Segment ausbauen. Auf dem Genfer Autosalon hatte Skoda die Studie Vision S als einen ersten Ausblick auf den geplanten Stadtgeländewagen Kodiak vorgestellt, der im Frühjahr 2017 auf den Markt kommen soll.

Von

dpa

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