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06.04.2006

19:30 Uhr

Sechs Fragen an Nick Hayek

„Für Luxus gibt es keine Limits“

Handelsblatt-Korrespondent Oliver Stock sprach mit Swatch-Chef Nick Hayek über interessante Kaufobjekte, ein mögliches Ende des Booms und die Vogelgrippe:

Swatch-Chef Nick Hayek verdient mit Luxus gut. Foto: ap

Swatch-Chef Nick Hayek verdient mit Luxus gut. Foto: ap

Swatch ist dabei, in Asien so viel wie in Europa zu verdienen. Wann geht die Produktion dahin?

Das machen wir nicht. Wir sind kein Autohersteller, der eine Produktion in einem Land aufbaut, um dann den Markt dort zu beliefern. „Swiss made“ ist gerade in Asien für uns ein wichtiges Verkaufsargument. Das geben wir nicht auf.

Interessante Kaufobjekte sind in Ihrer Branche selten zu haben. Wie ist Ihre Wachstumsstrategie?

Wir wollen in jedem Segment die Nummer eins sein: Im Niedrigpreissegment sind wir das mit Swatch, im mittleren Bereich spielen wir mit Tissot vorne mit. Im oberen Preissegment werden wir Omega noch stärker positionieren und ganz oben sind wir mit Breguet und Blancpain bereits ganz vorne dabei.

Seit dem Tiefpunkt 2002 haben sich die Kurse der Luxusgüterkonzerne verdoppelt oder verdreifacht. Wie lange währt der Boom?

Nach jedem Riesenboom gibt es eine Fahrt nach unten. Für uns ist das dann vielleicht der richtige Zeitpunkt für Zukäufe.

Die Marke Swatch verdient im Vergleich zu den anderen Konzernmarken schlechter. Warum trennen Sie sich nicht von ihr?

Erst mal möchte ich klarstellen: Wir verdienen auch mit der Swatch Geld. Und zweitens meine ich: Wer sich vom unteren Preissegment verabschiedet, macht einen Fehler. Denn nirgendwo ist der Innovationsdruck so hoch, wie dort, wo die Margen gering sind. Und schließlich sollten wir uns erinnern: Swatch hat die gesamte Schweizer Uhrenindustrie gerettet.

Gibt es für Uhren eine Preisgrenze nach oben?

Für Luxusgüter gibt es keine Limits.

Die Lungenkrankheit Sars war eine Belastung für die Branche. Fürchten Sie die Vogelgrippe?

Was sollen wir tun? Pillen verteilen?

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