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16.01.2006

08:25 Uhr

Senkung der Gesundheitskosten

Chrysler steht vor neuem Sparpaket

Nach den US-Automobilherstellern General Motors (GM) und Ford steht nun auch Chrysler vor einer deutlichen Senkung der milliardenschweren Gesundheitskosten. Die US-Sparte von Daimler-Chrysler werde in Kürze mit der Gewerkschaft UAW Verhandlungen aufnehmen, sagte der neue Chrysler-Chef Tom La Sorda.

hz/tmo FRANKFURT. GM hat Kürzungen von drei Mrd. Dollar vor Steuern jährlich bei den Krankenversicherungskosten durchgesetzt; Ford erreichte 850 Mill. Dollar. LaSorda gibt sich zuversichtlich, dass auch er Erfolg hat. Chrysler wird nach Ansicht der Bank UBS aber nur Einsparungen von knapp 500 Mill. Dollar jährlich erreichen können, wenn der Konzern mit der UAW eine vergleichbare Einigung erreicht. 2005 musste Chrysler 1,9 Mrd. Dollar für die medizinische Versorgung von 375 000 Personen aufbringen. Insgesamt verschlingen Krankenversicherungskosten bei GM, Ford und Chrysler jährlich mehr als elf Mrd. Dollar.

GM-Chef Richard Wagoner kündigte jetzt zudem weitere Einsparungen an: Bis 2010 sollen die Kosten um elf Mrd. Dollar sinken. Damit kommt Wagoner den Forderungen seines größten Aktionärs, des US-Milliardärs Kirk Kerkorian, entgegen. Um seine Kosten so stark zu senken, muss GM mehr als die bereits angekündigten 30 000 Arbeitsplätze streichen. Bisher war nur die Streichung von sechs Mrd. Dollar an jährlichen Kosten bis Ende 2006 geplant. GM verhandelt derzeit unter anderem über die Frühverrentung hoch bezahlter älterer Arbeiter.

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