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16.08.2011

01:25 Uhr

Shell

Schlimmste Havarie in der Nordsee seit elf Jahren

Am letzten Mittwoch war ein Leck festgestellt worden. Erst gestern äußerte sich der Mineralölkonzern Royal Dutch Shell zum Ausmaß der Havarie. Aus der Ölplattform „Gannet Alpha“ ist mehr Öl ausgetreten als bisher angenommen.

Die Ölplattform „Gannet Alpha“ hat nach Angaben von Shell ein erhebliches Leck. Quelle: AFP

Die Ölplattform „Gannet Alpha“ hat nach Angaben von Shell ein erhebliches Leck.

LondonRoyal Dutch Shell räumte am Montag ein, es seien etwa 215 Tonnen oder rund 1300 Fass Öl ins Meer vor der schottischen Küste geflossen. Der Europadirektor für Erkundung und Förderung, Glen Cayley, sprach von einem erheblichen Leck, im Vergleich zu zuvor in der Nordsee ausgetretenen Ölmengen. Man nehme den Fall sehr ernst. Das britische Ministerium für Energie und Klimawandel schätzt, dass bereits einige hundert Tonnen Öl ausgelaufen seien.

Nach Angaben der britischen Behörden handelt es sich um den größten Störfall dieser Art seit mehr als einem Jahrzehnt: Im Jahr 2000 waren 500 Tonnen in die Nordsee geströmt. Im Jahr 2009 beispielsweise habe die komplette Menge Öl, die in die Nordsee geflossen sei, bei 50,93 Tonnen gelegen. Das Leck zwischen der Ölplattform „Gannet Alpha“ und einer Leitung war am vergangenen Mittwoch entdeckt worden.

Die Abdichtungsarbeiten hätten den Ausfluss rund 180 Kilometer östlich von Aberdeen auf inzwischen etwa fünf Fass täglich beschränkt, erklärte Shell. Europas größter Ölkonzern äußerte sich erstmals konkret zum Ausmaß der Havarie. In dem Ölfeld wurden nach einem Bericht des Senders BBC täglich 13.500 Barrel Öl produziert - ein Barrel sind 159 Liter.

Nach Shell-Angaben wurde ein ferngesteuerter Unterwasser-Roboter eingesetzt, um das Problem zu erkunden. Auch stehe ein Boot mit Chemikalien zum Binden von Öl bereit. Zudem beobachte man die Situation von einem Flugzeug aus. Das Ölfeld wurde zu Beginn der 1970er Jahre entdeckt und später erschlossen. Das Wasser ist an dieser Stelle etwa 100 Meter tief, heißt es auf der Homepage des Konzerns.

Kommentare (5)

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Pendler

15.08.2011, 20:25 Uhr

hmmm, warum Katastrophe?

Oder entstammt dieses Wort der krummen Denke der Untergangsapostel?

Was bitte ist schlimm dran?

Account gelöscht!

15.08.2011, 21:14 Uhr

Jedes Kind weiß, dass Öl und Wasser sich nicht vermischen. Darum, Herr Pendler, hören Sie bitte näheres hier unter http://www.basf.com/group/corporate/de/news-and-media-relations/podcasts/chemical-reporter/oil-water . Wenn dann noch Fragen sind, bitte forschen Sie weiter!

Micha

15.08.2011, 21:15 Uhr

Früher in der Schule gefehlt?
Ansonsten würden sie so was nicht fragen

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