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16.10.2014

10:08 Uhr

Shire-/Abbvie-Fusion

Abbvie macht einen Rückzieher

Zunächst schien die US-Regierung die Übernahmepläne von AbbVie zu kippen, nun will der Pharmakonzern auf die Fusion mit dem Rivalen Shire verzichten – seine Aktionäre sollen sie ablehnen. Anleger regieren verschreckt.

Abbvie-Aktionäre sollen gegen eine Shire-Übernahme stimmen. Das löste an der Börse einen regelrechten Kurssturz aus. Reuters

Abbvie-Aktionäre sollen gegen eine Shire-Übernahme stimmen. Das löste an der Börse einen regelrechten Kurssturz aus.

BangaloreDer US-Pharmakonzern AbbVie hat seinen Aktionären empfohlen, gegen die ursprünglich geplante 55 Milliarden Dollar schwere Übernahme des britischen Rivalen Shire zu stimmen. Angesichts der Veränderungen im Steuerrecht gehe der Vorstand nicht mehr davon aus, dass eine Fusion im Interesse der Aktionäre sei, erklärte AbbVie-Chef Richard Gonzalez.

Das Chicagoer Unternehmen hatte die Fusion vor allem aus steuerlichen Gründen geplant. Es war vorgesehen, den Firmensitz auf die britischen Kanalinseln zu verlegen. Dort sind die Steuersätze deutlich niedriger als in den USA. AbbVie wollte durch die Verlagerung seine Steuerrate auf 13 von bislang rund 22 Prozent drücken. Doch die US-Regierung hatte im September eine Reihe von Maßnahmen erlassen, um solche Schritte von Unternehmen zu erschweren.

Die Nachricht löste an der Börse einen regelrechten Kurssturz aus: Shire-Papiere brachen am Mittwoch im Londoner Handel zeitweise um rund 27 Prozent ein – 13 Milliarden Dollar Börsenwert wurden eingebüßt.

Von

rtr

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