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15.10.2014

11:20 Uhr

Shire-/Abbvie-Fusion

Kein Steuertrick für US-Pharmakonzerne?

Die Übernahmepläne von US-Pharmakonzern Abbvie drohen zu kippen: Für 55 Milliarden plant er Rivale Shire zu kaufen, doch die US-Regierung funkt dazwischen. Mit strengeren Maßnahmen will sie Steuerflucht verhindern.

Die Anleger reagierten verschreckt auf die Neuigkeiten: Die Shire-Aktien brachen im frühen Londoner Handel rund 27 Prozent ein. Reuters

Die Anleger reagierten verschreckt auf die Neuigkeiten: Die Shire-Aktien brachen im frühen Londoner Handel rund 27 Prozent ein.

LondonWegen der verschärften US-Regeln gegen Steuerflucht stellt der amerikanische Pharmakonzern Abbvie seine 55 Milliarden Dollar schweren Pläne für eine Übernahme des britischen Rivalen Shire infrage. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch Beratungen darüber an, ob es das Kaufangebot anpassen oder zurückziehen werde. Dazu sei für Montag eine Sitzung des Direktoriums geplant.

Shire forderte Abbvie auf, an den Übernahmeplänen festzuhalten. Die Anleger reagierten verschreckt: Die Shire-Aktien brachen im frühen Londoner Handel rund 27 Prozent ein. Die US-Regierung hatte im September eine Reihe von Maßnahmen erlassen, um zu verhindern, dass Unternehmen durch eine Verlagerung des Firmensitzes ins Ausland ihre Steuerlast drücken.

Damit geht sie gegen die sogenannte Inversion vor – die zunehmende Neigung von US-Unternehmen, Firmen im Ausland aufzukaufen und dann dort ihren Steuersitz anzugeben. Abbvie hatte erklärt, durch den Kauf von Shire und der Verlegung des Steuersitzes auf die Kanalinsel Jersey die Steuerrate auf 13 Prozent von bislang rund 22 Prozent zu senken.

Von

rtr

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