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09.03.2006

10:15 Uhr

Sieben Euro Dividende für 2005

Eon fest zur Endesa-Übernahme entschlossen

Der Düsseldorfer Energieriese lässt sich auch vom Widerstand der Madrider Regierung nicht beirren: Vorstandschef Wulf Bernotat sieht die besten Argumente für den Deal auf seiner Seite. Nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr erwartet er unabhängig davon auch 2006 gute Geschäfte.

Eon-Chef Wulf Bernotat Foto: dpa

Eon-Chef Wulf Bernotat Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Deutschlands größter Energieversorger rechnet allerdings fest damit, die Übernahme des spanischen Konkurrenten erfolgreich abschließen zu können. Bernotat sagte am Donnerstag bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz 2005 in Düsseldorf: „Ich gehe davon aus, dass die Vorteile dieser Markttransaktion überzeugen werden und politische Erwägungen hintan stehen werden.“

Eon sei fest entschlossen, die fast 30 Mrd. Euro teure Übernahme zu realisieren, betonte der Manager. Eon und Endesa ergänzten sich hervorragend. Auch Spanien und Spaniens Energiemarkt würden von einem Zusammenschluss durch erhöhte Versorgungssicherheit insbesondere beim Gas profitieren. Endesa bleibe dort als spanisches Unternehmen ein starker Wettbewerber. Zudem würde das Endesa-Gasgeschäft durch Eon verstärkt, was auch positiv für die spanischen Verbraucher wäre.

Bei seinen Übernahmeplänen kann der Konzern auf gut gefüllte Kassen zurückgreifen. Dank der hohen Buchgewinne aus der Veräußerung von Viterra und Ruhrgas Industries steigerte der Energieriese seinen Konzernüberschuss im vergangenen Jahr um 71 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro.

Auch im normalen Geschäft legte der Konzern dank höherer Strom- und Gaspreise deutlich zu. Eon steigerte seinen Umsatz 2005 um 21 Prozent auf 56,4 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um acht Prozent auf 7,3 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem weiteren leichten Anstieg des Betriebsergebnisses. Der durch Buchgewinne aufgeblähte Konzernüberschuss 2005 werde allerdings voraussichtlich nicht wieder erreicht werden, hieß es. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ebit werde leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Für 2005 sollen die Aktionäre daher mit einer Dividende von sieben Euro je Aktie beteiligt werden.

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