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26.12.2011

17:22 Uhr

Siemens-Chef

Löscher: Realwirtschaft in robustem Zustand

Die Banken zittern vor der Euro-Krise und Konjunkturforscher haben schlechte Nachrichten. Aber Peter Löscher hält dagegen. Der Siemens-Chef betont die robuste Lage der Realwirtschaft. Gleichwohl erkennt er die Gefahren.

Peter Löscher. dapd

Peter Löscher.

FrankfurtDie Realwirtschaft schlägt sich nach Einschätzung von Siemens-Chef Peter Löscher auch in der Staatschuldenkrise wacker. „Die Realwirtschaft steht robuster da, als die Schlagzeilen aus der Finanzwelt es glauben machen“, sagte Löscher dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe). Zwar müsse man Mahnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) vor einer neuen Bankenkrise ernst nehmen. „Allerdings ist die Realwirtschaft heute noch in einem wesentlich robusteren Zustand.“

Löscher warnte jedoch vor negativen Folgen der Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die übrigen Unternehmen. „Ich sage ganz bewusst „noch“. Denn es gibt keine Parallelwelten. Finanzsektor und Realwirtschaft stehen in engem Zusammenhang. Eine deutliche Abkühlung der Konjunktur ist spürbar“, erläuterte der Siemens-Chef. „Eine Gefahr besteht offenkundig, nämlich eine Kreditklemme.“ Sie würde den Industriekonzern Siemens angesichts seiner Banklizenz zwar nicht so sehr direkt betreffen, wäre aber nach Löschers Worten fatal vor allem für kleinere Unternehmen unter den Siemens-Kunden.

Der Vorstandschef bekräftigte das Ziel, den Umsatz mittelfristig auf 100 Milliarden Euro zu steigern. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 hatten die Erlöse des fortgeführten Geschäfts um sieben Prozent auf 73,5 Milliarden Euro zugelegt. Für das laufende Geschäftsjahr hat Siemens ein Plus von drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt.

Angesichts der Konjunkturflaute hatte das Geschäft zuletzt an Schwung verloren. Vor allem die öffentliche Hand hielt sich mit Aufträgen zurück. Gleichwohl sieht Löscher den Konzern mit einem Rekordauftragsbestand von 96 Milliarden Euro und seiner weltweit breiten Aufstellung gut gewappnet.

Kommentare (1)

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27.12.2011, 09:09 Uhr

Haben sie wirklich noch die Interessen von Siemens im Auge oder hängen sie ihren mantel einfach nur in den wind ?
Sie wollen in Solar und Windkraft Investieren und in Europa werden ca 40 neue Kernkraftanlagen geplant während sie Herr Löscher beschlossen haben aus diesem Wirtschaftszweig aus zusteigen .
Glauben sie Herr Löscher das Level auf dem Siemens bisher arbeitete mit dieser zum Tode verurteilten Solar-Modeindustrie aufrecht erhalten zu können ?
Nicht nur ich denke, das sie Siemens langfristig durch den ausstieg aus der Nuklearindustrie und den Investvorhaben bei den EE in eine grundlegende Krise steuern !

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