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06.01.2011

09:20 Uhr

Siemens-Chef

Peter Löscher arbeitet am Nuklear-Comeback

VonAxel Höpner

Den Rückzug aus dem Atomgeschäft haben die Manager von Siemens schon oft bereut. Konzernchef möchte umsteuern. Doch die Rückkehr ins Geschäft ist ausgesprochen mühsam.

Peter Löscher: Der Siemens-Chef will zurück ins Atomgeschäft. Quelle: dpa

Peter Löscher: Der Siemens-Chef will zurück ins Atomgeschäft.

MÜNCHEN. "Die Kernenergie steht weltweit vor einer Renaissance", ist Siemens-Energie-Chef Wolfgang Dehen überzeugt. Da ist es schlecht, dass Siemens kurz vor dem im Jahr 2002 in Deutschland in Kraft getretenen Atomausstieg seine Nuklearaktivitäten in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Konzern Areva eingebracht hatte. Schon Klaus Kleinfeld bewertete diesen Schritt in seiner Zeit als Vorstandschef (2005 bis 2007) als Fehlentscheidung. Sein Nachfolger Peter Löscher sieht das genauso und arbeitet am Nuklear-Comeback. Doch die Rückkehr ins Geschäft ist ausgesprochen mühsam.

Zunächst hatte Siemens versucht, seinen Einfluss im Gemeinschaftsunternehmen mit Areva zu erhöhen und die Beteiligung von 34 Prozent aufzustocken. Doch die Franzosen wollten keine Macht abgeben. Daher kündigten die Münchener den Joint-Venture-Vertrag und verbündeten sich mit dem russischen Rosatom-Konzern.

Doch Scheidung und Neustart ziehen sich deutlich länger hin, als Löscher gehofft hatte. Derzeit läuft ein Schiedsverfahren vor der Internationalen Handelskammer (ICC). Strittig ist unter anderem der Preis, den Areva für den Siemens-Anteil bezahlen muss. Laut Branchenkreisen bieten die Franzosen nur 200 Millionen Euro - Siemens will aber bis zu vier Milliarden Euro.

Solange die Ehe mit Areva nicht offiziell geschieden ist, darf Siemens keine offiziellen Verhandlungen mit Rosatom über das neue Bündnis führen. Siemens hoffe auf eine Schiedsverfahrens-Entscheidung im nächsten Frühjahr, heißt es in Industriekreisen. Damit lägen die Münchener aber schon mindestens ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

Kommentare (6)

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tomtomtoy

08.01.2011, 10:52 Uhr

Recht hat er !
Öl und Gas haben ihre zeit gehabt , die Energieerzeugung der Zukunft wir die Kernenergie übernehmen !
Wir reden alle über Elektroautos,über Heizkosten die auch diesen Winter unsern Haushaltsplan ruinieren, wir reden über CO 2 ,über saubere Energie und über den Schadstoffausstoß .
Keiner aber (auch der grünste unter den grünen ) möchte auf seinen gewohnten Komfort verzichten ,jeder will weiter Wasser aus der Leitung haben wenn er den Hahn aufdreht ,fragen sie ihre Frau ob sie anstatt die Waschmaschine anzuschalten nicht auch mal alles mit der Hand waschen kann. Keiner will verzichten,auch die nicht,die heute von Solar und Windenergie Predigen .

Natürlich müssen wir weg vom Öl und Gas ! Dazu aber brauchen wir eine Geeignete alternative , und die kann nur Kernenergie heißen !
Unsere Mobilität,unsere Heizungen lassen sich sehr gut Elektrifizieren !
Allerdings nur wenn wir genügend Kapazität haben um die nachgefragte Elektroenergie zu erzeugen .
Mit dem Neubau von ca 80 Kernenergieanlagen in Deutschland sollte auch diese Nachfrage gedeckt werden können !

tomtomtoy

08.01.2011, 11:35 Uhr



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21.07.2010

Atomenergie
Uranvorkommen sollen noch Jahrzehnte reichen
Uranabbau-Werk in Niger: Weltweite Nachfrage steigt
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AFP

Uranabbau-Werk in Niger: Weltweite Nachfrage steigt

Der Abbau von Uran steigt rasant - das ist das Ergebnis eines berichts der internationalen Atomenergiebehörde. Dennoch geben sich die Experten optimistisch, was die Zukunft der Kernkraft angeht. Die weltweiten Vorkommen sollen noch mindestens hundert Jahre reichen.


http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,707639,00.html



Uran in Schweden. Weltweit größtes Uranvorkommen entdeckt.
http://www.freitag.de/community/blogs/gerosteiner/uran-in-schweden-weltweit-groesstes-uranvorkommen-entdeckt

tomtomtoy

08.01.2011, 11:49 Uhr

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.nuklearforum.ch/_upl/images/Uranmine.jpg&imgrefurl=http://www.nuklearforum.ch/124073492146-de-ebdossier.html&usg=__iiXSOtK2oLxlii9MFWKixvs2Wii=&h=151&w=200&sz=34&hl=de&start=5&zoom=1&um=1&itbs=1&tbnid=lbOaw6OpgjsuQM:&tbnh=79&tbnw=104&prev=/images%3Fq%3Duranvorkommen%2bweltweit%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26sa%3DX%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26tbs%3Disch:1

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