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25.07.2011

09:58 Uhr

Siemens-Chefjurist

Solmssen wegen Atomgeschäft in Kritik

Laut Zeitungsberichten machen einige den Siemens-Rechtsvorstand Peter Solmssen dafür verantwortlich, dass Siemens 2009 eine neue Atompartnerschaft mit dem russischen Rivalen Rosatom vereinbarte.

Peter Solmssen: Die geplante Verlängerung des Vertrags des Siemens-Rechtsvorstands sorgt für viele Nachfragen und Kritik. Quelle: dpa

Peter Solmssen: Die geplante Verlängerung des Vertrags des Siemens-Rechtsvorstands sorgt für viele Nachfragen und Kritik.

HamburgDie teure Trennung zwischen Siemens und dem französischen Atomkonzern Areva hat für den Münchner Konzern offenbar ein internes Nachspiel. Wie die „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtete, gibt es wegen der geplanten Verlängerung des Vertrags von Siemens-Rechtsvorstand Peter Solmssen viele Nachfragen und Kritik.

Einige Vertreter der Kapital- und der Arbeitnehmerseite machten den 56-Jährigen verantwortlich dafür, dass Siemens 2009 trotz klarer Konkurrenzausschlussklauseln eine neue Atompartnerschaft mit dem russischen Rivalen Rosatom vereinbarte. Für diesen Bruch der Verträge mit Areva wurde Siemens im Mai 2011 von einem Schiedsgericht zu einer Strafe von 648 Millionen Euro plus Zinsen verurteilt. 

Trotz dieses erheblichen Schadens habe Aufsichtsratschef Gerhard Cromme den Kontrolleuren vorgeschlagen, den Vertrag des Chefjuristen in der Sitzung am Mittwoch zu verlängern.

 

Von

dapd

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