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11.01.2011

08:47 Uhr

Siemens

Geschäfte gewinnen im neuen Jahr weiter an Fahrt

VonAxel Höpner

Siemens hat weiterhin gute Nachrichten für Investoren und Mitarbeiter: Laut Finanzvorstand Kaeser wird der Konzern seine Ziele im ersten Quartal erreichen. Besonders das Geschäft mit Industrieausrüstung habe zuletzt stark angezogen. Kaeser warnte allerdings vor allzu optimistischen Erwartungen.

Es geht weiter aufwärts für Siemens-Chef Peter Löscher und seinen Konzern. DAPD

Es geht weiter aufwärts für Siemens-Chef Peter Löscher und seinen Konzern.

MÜNCHEN. Siemens-Chef Peter Löscher hatte den operativen Rekordgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres immer nur als Zwischenetappe betrachtet. Der Technologiekonzern soll sein Wachstumstempo beschleunigen und in Sachen Profitabilität Konkurrenten wie General Electric und ABB dauerhaft hinter sich lassen, wenn es nach dem Österreicher geht.

"Wir sind ordentlich gestartet und liegen voll auf Kurs mit unseren Zielen", bestätigte Finanzvorstand Joe Kaeser diesen Kurs gestern Abend vor Analysten in New York. Der Konzern erzielte im gerade zu Ende gegangenen Quartal einen Milliardengewinn und konnte beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr stark zulegen. Damit reiht sich Siemens ein in eine Riege von Großkonzernen, von denen Analysten in den kommenden Tagen und Wochen gute Quartalszahlen erwarten.

Zuletzt hatte Siemens viele gute Nachrichten für Investoren und Mitarbeiter. Der Konzern kam mit viel Schwung aus der Konjunkturkrise und verdiente im Geschäftsjahr 2009/10 glänzend. Davon profitierten alle Beteiligten: Die Aktionäre erhielten eine kräftige Dividendenerhöhung, die Mitarbeiter eine Sonderprämie, und auch das Gehalt von Vorstandschef Löscher stieg deutlich.

Der Nettogewinn übertreffe im ersten Quartal im fortgeführten Geschäft den Vorjahreswert von 1,5 Milliarden Euro, verkündete Kaeser. Der Umsatz liege ebenfalls nennenswert über dem Vergleichswert von 17,4 Milliarden Euro. Die guten Werte des Vorquartals - also des Schlussquartals 2009/10 - wird Siemens allerdings nicht alle erreichen.

Besonders das kurzzyklische Geschäft mit Industrieausrüstung habe zuletzt stark angezogen, auch der Verkauf von Zügen und Energietechnik für herkömmliche Stromerzeugung laufe gut. Kaeser warnte allerdings vor allzu optimistischen Erwartungen. Bei der Industrietechnik sei im zweiten Geschäftshalbjahr eine Drosselung des Wachstumstempos absehbar. "Diese Party geht nicht immer so weiter, weil sie in Teilen auch eine Aufholjagd zum Krisenjahr 2009 ist", erklärte er. In der Windenergie gehe zudem der Auftragseingang saisonal bedingt zurück.

Das größte Sorgenkind - die seit Jahren kriselnde IT-Tochter SIS - ist Siemens durch den Verkauf an die französische Atos Origin kürzlich losgeworden. Kosten in Höhe von 200 bis 300 Millionen Euro hatte Siemens für die Ausgliederung bereits einkalkuliert. Nun kommt laut Kaeser noch einmal ein mittlerer bis hoher dreistelliger Millionen-Betrag hinzu. Verbucht werden sollen diese Einmaleffekte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres.

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