Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.10.2012

17:36 Uhr

Siemens-Rivale

Warren Buffett verhilft GE zu Gewinnsprung

Gute Nachrichten für General Electric: Der Siemens-Rivale verzeichnete im dritten Quartal 50 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr, weil eine große Belastung entfiel.

General Electric konnte seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich steigern. Reuters

General Electric konnte seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich steigern.

FairfieldDer große Siemens-Rivale General Electric scheint die weltwirtschaftlichen Probleme vergleichsweise gut zu verkraften. Im dritten Quartal konnte der US-Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar (27,8 Mrd Euro) steigern. Auch der Gewinn stieg. Doch GE räumte im gleichen Atemzug ein, dass die Erholung in den USA schleppend verlaufe und dass Europa ein hartes Pflaster bleibe.

„Das allgemeine Umfeld bleibt schwierig, aber GE fährt mit seiner Wachstumsstrategie fort“, sagte Konzernchef Jeff Immelt am Freitag am Firmensitz in Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut. Der Konzern stellt Flugzeugturbinen und Kraftwerkskomponenten her, ist bei der Medizintechnik aktiv und besitzt eine große Finanzsparte. Immelt betonte, GE sei auf alle möglichen Szenarien bei der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung vorbereitet.

Stärkeres Wachstum: GE setzt Siemens unter Druck

Stärkeres Wachstum

GE setzt Siemens unter Druck

Das US-Industrieflaggschiff trotzt der Konjunktur und treibt Siemens in die Enge.

Der Gewinn im Quartal verbesserte sich um 49 Prozent auf unterm Strich 3,5 Milliarden Dollar. Dieser gewaltige Sprung lag allerdings in erster Linie daran, dass GE im Vorjahreszeitraum dem Finanzinvestor Warren Buffett einen dicken Scheck ausgestellt hatte, was damals das Ergebnis schmälerte. Buffett hatte GE Geld geliehen und mit satten Zinsen zurückbekommen. Diese Belastung fiel nun weg.

Die Börsianer zeigten sich unzufrieden mit dem Abschneiden. Sie hatten auf einen höheren Umsatz gehofft. Zudem stieß sauer auf, dass General Electric seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr senkte. Statt einem Plus von 5 Prozent soll nun nur noch ein Plus von 3 Prozent herauskommen (jeweils die verkaufte Fernsehtochter NBC Universal ausgeklammert). GE will aber weiterhin einen prozentual zweistelligen Gewinnzuwachs schaffen. Die Aktie fiel um 3 Prozent.

Probleme bereitete General Electric zuletzt das Geschäft mit Windanlagen, wo die Aufträge merklich zurückgingen. In den USA droht zum Jahresende eine steuerliche Förderung auszulaufen. Siemens baut deshalb bereits Stellen in seiner eigenen Windanlagen-Fertigung in den USA ab. Auch sonst hatte Siemens zuletzt die weltwirtschaftlichen Probleme zu spüren bekommen und ein Sparprogramm angekündigt. Die Münchner legen ihre Zwischenbilanz am 8. November vor.

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Die_Einschlaege_kommen_naeher

19.10.2012, 14:26 Uhr

Und wieder, liebes HB, nur die halbe Wahrheit in der Headline.

Gewinne ist das eine - kurzfristig leicht erreichbar durch Kosteinsparungen - Einnahmen allerdings das andere.

Und gerade diese Einnahmen gehen wie bei immer mehr Unternehmen in den Keller.

Die Einschläge kommen näher ...

Bergsteiger

19.10.2012, 14:37 Uhr

...wenn man jetzt noch den Unterschied zwischen Ertrag und Einnahme kennen würde, wäre dies ein fast sinnvoller Kommentar gewesen......

Schlauberger

19.10.2012, 15:28 Uhr

GE wird oft als Durchschnitt der US-Wirtschaft genannt.
Mit den strk gestiegenen Gewinnen deutet das auf eine sehr positive Lage der US-Unternehmen hin.
Und durch die wesentlich engere Beziehung der Unternehmen zu den Angestellten geht es diesen natürlich auch besser!
Wem es gut geht, der gibt auch mehr Geld aus (solange die Dauerpessimisten keine neue Platte auflegen).
Dies sieht man auch in den höchsten Neubau-Beginnen seit dem "Beginn der Krise" 2008.
Also - durchweg positiv!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×