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03.07.2017

19:10 Uhr

Siemens und Bombardier

Kaeser hält auch Kooperation ohne Fusion für denkbar

Siemens-Chef Joe Kaeser will sich in Bezug auf eine mögliche Zugfusion mit Bombardier nicht in die Karten schauen lassen. Nun deutete er an, dass auch andere Formen der Kooperation vorstellbar seien.

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG sagt: „Man muss nicht immer ein Riesen-M&A-Thema draus machen.“ dpa

Joe Kaeser

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG sagt: „Man muss nicht immer ein Riesen-M&A-Thema draus machen.“

MünchenSiemens-Chef Joe Kaeser hält sich zu einer möglichen Zugfusion mit Bombardier bedeckt. Der Wettbewerb im Markt für Schienenfahrzeuge sei hart, und man müsse überlegen, wie man damit umgehe, sagte der Siemens-Chef am Montag am Rande einer Pressekonferenz in München, ohne konkret auf einzelne Unternehmen einzugehen. „Wir haben da keine Hektik und die anderen auch nicht.“ Man könne bei größeren Aufträgen auch miteinander arbeiten, das gebe es hin und wieder. Auf die Frage, ob auch eine Kooperation in Konsortien vorstellbar sei, antwortete Kaeser: „So kann man auch zusammenarbeiten. Man muss nicht immer ein Riesen-M&A-Thema draus machen.“

Finanzkreisen zufolge sprechen Siemens und Bombardier seit Monaten über eine Zusammenlegung ihrer Bahnsparten. Dies gilt aus wettbewerbsrechtlichen Gründen als schwierig; zudem ringen die beiden Konzerne Insidern zufolge um die Macht: Keine Seite wolle die Kontrolle abgeben. Zuletzt wurde in Medienberichten über zwei Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und Bombardier spekuliert. Für die Zusammenlegung der Sparten der Münchner und der Kanadier hatte es in der Vergangenheit mehrere Anläufe gegeben. Siemens hatte auch bereits erfolglos versucht, sein Bahngeschäft mit der französischen Alstom zusammenzulegen. Die westlichen Anbieter von Eisenbahntechnik leiden unter zunehmendem Konkurrenzdruck aus China.

Von

rtr

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