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14.04.2015

08:59 Uhr

Sika

Frankenstärke bremst Bauchemiekonzern

Der Umsatz des Bauchemiekonzerns Sika ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Schuld sind das abgekühlte Europa-Geschäft und die Frankenstärke. Ein feindlicher Übernahmeversuch sorgt für Unsicherheit.

Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen und Zukäufen wuchsen die Verkaufserlöse bei Sika um 5,1 Prozent. Reuters

Sika in Zürich

Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen und Zukäufen wuchsen die Verkaufserlöse bei Sika um 5,1 Prozent.

ZürichDie Abkühlung des Geschäfts im größten Markt Europa und die Frankenstärke haben den Schweizer Bauchemiekonzern Sika zum Jahresauftakt gebremst. Der Umsatz des Unternehmens sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, teilte Sika am Dienstag mit. Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen und Zukäufen wuchsen die Verkaufserlöse um 5,1 Prozent.

Sika bekräftigte seine Umsatzprognose und erwartet im ganzen Jahr zu konstanten Wechselkursen ein Wachstum von sechs bis acht Prozent. Im Hinblick auf die Rentabilität zeigt sich der mit einem feindlichen Übernahmeversuch durch die französische Saint-Gobain konfrontierte Konzern dank sinkender Rohstoffpreise optimistischer. Er strebt eine leichte Verbesserung der Gewinnmargen an.

Bislang waren Margen auf dem Niveau des Vorjahres in Aussicht gestellt worden. Eine Einschränkung machte das Management: „Allerdings ist der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain ein erheblicher Unsicherheitsfaktor für diese Prognose“, wie es hieß.

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Am Nachmittag findet die Sika-Generalversammlung statt. Falls die Aktionäre dabei den gegenwärtigen Verwaltungsrat abwählen, bahnen sie damit den Weg für die Übernahme durch Saint-Gobain. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Verwaltungsrat die Stimmrechte des Mehrheitsaktionärs begrenzt und damit ein langwieriges juristisches Tauziehen in Gang setzt.

Von

rtr

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