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21.06.2012

09:29 Uhr

Sinkende Nachfrage

Nissan will Produktion in Japan drosseln

Autobauer Nissan will offenbar eine Produktionslinie seines Werks in Oppama am Rande Tokios stilllegen. Vier Kleinwagenmodelle würden dann nicht mehr in Japan gefertigt. Grund ist der starke Yen, der Exporte teuer macht.

Arbeiter an einer Produktionslinie des Nissan Werks in Oppama bei Tokio. AFP

Arbeiter an einer Produktionslinie des Nissan Werks in Oppama bei Tokio.

TokioDer japanische Autobauer Nissan will seine Produktion in Japan Medienberichten zufolge um 15 Prozent kürzen und einen Teil nach Thailand verlagern. Nissan reagiere damit auf den starken Yen, der Exporte teuer macht, und die sinkende Nachfrage nach Autos im Heimatland, berichteten japanische Medien am Donnerstag. Zudem wolle der Autobauer seine Präsenz in Schwellenländern stärken.

Der nach Toyota zweitgrößte Autohersteller Japans wolle die Produktion in seinem Werk in Oppama am Rande der Hauptstadt Tokio von derzeit 1,35 Millionen Fahrzeugen jährlich auf 1,15 Millionen herunterfahren, berichtete die Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Vier Kleinwagenmodelle würden so nicht mehr in Japan gefertigt. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass eine Produktionslinie des Werks stillgelegt werden solle, aber jederzeit wieder den Betrieb aufnehmen könne. Nissan gehört zu 45 Prozent dem französischen Autobauer Renault.

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, auch Toyota habe seit der Finanzkrise des Jahres 2008 seine Produktion in Japan heruntergefahren. Vor der Krise seien bei Toyota jährlich rund 3,9 Millionen Autos vom Band gelaufen, nun seien es noch 3,6 Millionen und bald nur noch 3,2 Millionen. Ab dem Jahr 2015 will Toyota mindestens die Hälfte seiner Autos in Ländern verkaufen, die nicht zu den Industriestaaten gehören.

Von

afp

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