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07.09.2015

14:29 Uhr

Sinkende Verkaufszahlen in China

Absatzflaute macht GM und Ford zu schaffen

So deutlich wie seit fünf Jahren nicht mehr ist der Absatz der Opel-Mutter General Motors in China gefallen. Auch Konkurrent Ford klagt über schwache Zahlen. Andere Autohersteller kommen mit der Krise besser zurecht.

Die Absatzflaute auf dem chinesischen Markt bringt die Autohersteller General Motors und Ford in Bedrängnis. ap

Produktionshalle im chinesischen Wuhan

Die Absatzflaute auf dem chinesischen Markt bringt die Autohersteller General Motors und Ford in Bedrängnis.

PekingDie Opel-Mutter General Motors bekommt die Konjunkturabkühlung in China immer stärker zu spüren. Der Absatz fiel im August binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent, wie der größte US-Autobauer am Montag mitteilte. Das ist der deutlichste Rückgang seit fünf Monaten. Beim Rivalen Ford sanken die Auslieferungen um drei Prozent.

Die beiden amerikanischen Hersteller hinken damit Konkurrenten wie Daimler, Toyota und Honda hinterher, die dank neuer Modelle zuletzt stärker in China punkten und so die Flaute auf dem weltgrößten Automarkt umfahren konnten.

Warum in China die Börse abstürzt

Wie tief fallen die Kurse noch?

Am 27. Juli erlebte Chinas Börse den größten Tageseinbruch seit acht Jahren. Wie weit es noch nach unten geht, kann niemand sagen. Doch der Einbruch wäre vermutlich noch schlimmer ausgefallen, wenn die Börsenaufsicht und die Zentralbank nicht neue Hilfen angekündigt hätten.

Welche Rolle spielt der Staat für die Entwicklung an den Börsen?

Indem die chinesische Regierung Privatanleger in Aktien drängt, versucht sie, das Finanzierungsproblem für Unternehmen zu lösen – und die Schwächen des Bankensektors zu vertuschen.

Welche Nachteile ergeben sich hieraus?

Einmal angefangen, kommt der Staat nun nicht mehr aus der Sache heraus: Damit die Strategie aufgeht, sich das Ersparte für Kleinanleger mehrt und Firmen an Geld kommen, müssen die Kurse oben bleiben. Einen Crash kann man sich schon wegen der Reputation im Grunde nicht leisten.

Warum greifen die staatlichen Maßnahmen nicht?

Die Hilfsprogramme der Regierung nutzen sich ab – oder besser: sie nützen nichts, wenn gleichzeitig immer mehr Anleger nicht mehr an die Börsen glauben.

Hat der Börsencrash in China Auswirkungen auf die Realwirtschaft?

Wenig. Der Aktienmarkt hat sich schon lange von der Realwirtschaft entkoppelt.

Wie hart trifft der Börsencrash die chinesischen Sparer?

Chinesen sind zwar emsige Sparer. Sie haben aber nur einen kleinen Teil ihres Geldes in Aktien investiert. Fünf Prozent der Ersparnisse stecken in Wertpapieren.

Welche deutschen Aktien geraten durch die Turbulenzen in China unter Druck?

Besonders exportorientierte deutsche Unternehmen. Für Volkswagen und Daimler ist China enorm wichtig. Auch Chemiekonzerne wie Bayer und BASF geraten unter Druck.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr an den Börsen der Welt?

Lange Zeit durften Ausländer nicht an Chinas Börsen handeln. Peking hatte seine Finanzmärkte weitgehend abgeschottet. Dadurch schlagen Turbulenzen in China nur sehr abgeschwächt auf internationale Börsen durch.

Welche Rollen spielen ausländische Anleger bei dem Börsen-Crash?

Seit den Turbulenzen ziehen viele internationale Anleger ihr Geld über die Börse in Hongkong wieder aus dem chinesischen Festland ab. Bis Wochenanfang waren auf diesem Weg bereits mehr als sechs Milliarden US-Dollar abgeflossen.

Das Geschäft in der Volksrepublik bereitet vielen westlichen Herstellern zunehmend Sorgen. Im Juli waren die Verkaufszahlen dort den vierten Monat in Folge gesunken – das ist die längste Schwächephase seit mindestens fünf Jahren.

Die Absatzdaten der Branche für August werden am Donnerstag vorgelegt.

Von

rtr

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