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09.04.2015

12:44 Uhr

Skandal bei chinesischem VW-Joint Venture

Korrupter Ex-Manager soll lebenslänglich in Haft

Xi Jingping geht seit Jahren offensiv gegen die weit verbreitete Korruption in der chinesischen Wirtschaft vor. Dabei macht der chinesische Präsident vor ausländischen Joint Ventures nicht Halt. Das bekommt nun auch VW zu spüren.

Sein Unternehmen gerät ins Visier der Korruptionsermittler: An Tiecheng, Chef von FAW Volkswagen, hier bei einer Messepräsentation. dpa

Das Volkswagen-Joint Venture auf der Messe Auto Shanghai

Sein Unternehmen gerät ins Visier der Korruptionsermittler: An Tiecheng, Chef von FAW Volkswagen, hier bei einer Messepräsentation.

PekingEin ehemaliger Top-Manager des VW-Gemeinschaftsunternehmens mit dem chinesischen FAW-Konzern ist Presseberichten zufolge wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der frühere Vertriebsmanager Shi Tao sei für schuldig befunden worden, umgerechnet knapp fünf Millionen Euro an Bestechungsgeld entgegengenommen zu haben, berichtete die staatliche Zeitung "Shanghai" am Donnerstag. Im Gegenzug habe Shi Werbeagenturen und Autohändlern Aufträge von VW-FAW zukommen lassen. Zwischen 2006 und 2013 habe er Schmiergeld von 48 Personen und Unternehmen angenommen. Volkswagen wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Das Verfahren gegen Shi ist offenkundig Teil der von Präsident Xi Jinping betriebenen Kampagne zur Bekämpfung von Korruption und Vetternwirtschaft. Die staatliche FAW Gruppe ist an dem Gemeinschaftsunternehmen mit 60 Prozent und Volkswagen mit 40 Prozent beteiligt. VW betreibt in China ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen mit SAIC Motor.

Im vergangenen Monat hatte die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei Chinas erklärt, gegen den Chef der FAW Gruppe laufe ein Verfahren wegen Verletzung der Parteidisziplin. Meist ist damit ein Korruptionsvorwurf gemeint.

Von

rtr

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