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06.11.2014

11:56 Uhr

SMA Solar

Tiefrote Zahlen bei Solarkonzern

Der Solarkonzern SMA hat im vergangenen Quartal deutliche Verluste hinnehmen müssen. Die Auftragslage blieb unter den Erwartungen. Und auch die Prognose wird zusehends schlechter.

Fertigungsanlage von SMA: Der Solarkonzern leidet unter schlechter Auftragslage. dpa

Fertigungsanlage von SMA: Der Solarkonzern leidet unter schlechter Auftragslage.

DüsseldorfTrotz der Geschäftsbelebung in den Sommermonaten ist der Solartechnikkonzern SMA Solar tiefer in die roten Zahlen gerutscht. „Der Nachfrageanstieg im dritten Quartal ist nicht so stark wie erwartet ausgefallen“, erklärte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag. Zudem hätten Kunden Projekte ins vierte Quartal und ins kommende Jahr verschoben. Somit habe der Nachfrageinbruch des ersten Halbjahres nicht ausgeglichen werden können. „Insgesamt bleibt der Markt für Solar-Wechselrichter volatil und von hohem Preisdruck geprägt.“

Insgesamt verbuchte SMA in den ersten neun Monaten bei einem Umsatzeinbruch von knapp einem Viertel auf 549,3 Millionen Euro einen Konzernverlust von 54,1 Millionen Euro nach einem Minus von 22,0 Millionen vor Jahresfrist. Operativ stieg der Fehlbetrag (Ebit) auf 72,7 (minus 30,1) Millionen Euro.

Die größten Solarmodulhersteller der Welt

Platz 9: Hanwha Solar One und REC (Norwegen und Korea)

Das Research-Team des Handelsblatts hat aus Daten von Bloomberg, des Marktforschers IHS und Unternehmensangaben die aktuell zehn größten Solarmodul-Hersteller der Welt ermittelt. Die Liste dürfte vor allem für die Deutschen ernüchternd sein.

Den zehnten Platz teilen sich das koreanische Unternehmen Hanwha Solar und das norwegische Unternehmen REC. Beide verkauften 2012 jeweils Solarmodule mit einem Erzeugungspotenzial von 750 Megawatt.

Platz 8: Sun Power (USA)

Das 1985 im US-amerikanischen Silicon Valley gegründete Unternehmen Sun Power machte im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und verkaufte Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 850 Megawatt.

Platz 7: Jinko Solar (China)

Auf dem siebten Platz befindet sich das chinesische Unternehmen Jinko Solar. Es setzte 2012 mit Auslieferungen von Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität in Höhe von 900 Megawatt insgesamt 591 Millionen Euro um.

Platz 6: Sharp (Japan)

Zu den großen Gewinnern beim Ranking 2012 gehört Sharp. Das Unternehmen lieferte im vergangen Jahr Solarmodule mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1050 Megawatt aus. 2011 waren es noch 725 MW, was Sharp damals den 16. Platz in der Weltrangliste brachte.

Platz 5: Suntech (China)

Der chinesische Konzern Suntech stürzte mit verkauften Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität von geschätzt 1390 Megawatt vom ersten Platz im Jahr 2011 auf den fünften Platz ab. Im April musste das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit mitteilen und ist nun offenbar auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Platz 4: Canadian Solar (Kanada)

Das Unternehmen Canadian Solar wurde erst im Jahr 2001 im kanadischen Ontario gegründet. Nun befindet es sich bereits auf dem vierten Platz der Weltrangliste. Im Jahr 2012 verkaufte es Solarmodulen mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1550 Megawatt.

Platz 3: Trina Solar (China)

Das chinesische Unternehmen Trina Solar schaffte einen großen Sprung vom fünften Platz 2011 auf den dritten Platz 2012. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 1600 Megawatt aus.

Platz 2: First Solar (USA)

Der US-Konzern First Solar belegt unverändert den zweiten Platz in der Weltrangliste der größten Solarmodulhersteller. 2012 lieferte es Produkte mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1800 Megawatt aus.

Platz 1: Yingli Solar (China)

Absolute Weltspitze ist das chinesische Unternehmen Yingli Solar. Der Konzern arbeitete sich von Platz 4 in 2011 hoch mit Auslieferungen von Solarmodulen von 2300 Megawatt im vergangenen Jahr.

Urbon bekräftigte die bereits reduzierten Jahresziele, die einen Umsatz von 850 bis 950 Millionen Euro vorsehen. Der Konzernchef schränkte allerdings ein, Voraussetzung für das Erreichen zumindest des unteren Endes der Umsatzprognose sei, dass die für das vierte Quartal erwarteten Vertragsabschlüsse im Projektgeschäft eine Belieferung in diesem Geschäftsjahr vorsehen. Sollte die untere Spanne der Umsatzprognose tatsächlich erreicht werden, rechnet Urbon mit einem Ebit-Verlust von etwa 45 Millionen Euro.

SMA war 2013 bereits wegen des Nachfrageinbruchs in Europa erstmals tief in die roten Zahlen geraten. Bei einem Umsatzrückgang um 56,3 Prozent auf 932,5 Millionen Euro fiel operativ ein Verlust von 89,1 (plus 102) Millionen Euro an.

Von

rtr

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