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23.02.2015

17:51 Uhr

Social-Media-Barometer

Merkel verpasst Innovationen bei Kuka

VonMiriam Binner

Wenn das Wetter verrückt spielt: Die Kanzlerin musste am Montag ihren Besuch beim deutschen Roboterbauer Kuka kurzfristig absagen. Die Innovationen wurden trotzdem vorgestellt. Investoren diskutieren nun im Netz.

Unter anderem im  VW-Werk in Wolfsburg (Niedersachsen) arbeiten Kuka-Roboter an Produktionsstraßen.

Roboter der deutschen Firma Kuka

Unter anderem im VW-Werk in Wolfsburg (Niedersachsen) arbeiten Kuka-Roboter an Produktionsstraßen.

Über vernetzte Produktion und Roboter für die Fabrik der Zukunft wollte sich Kanzlerin Angela Merkel beim Roboterhersteller Kuka am Montag in Augsburg informieren. Aber das Wetter machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Die Belegschaft zeigte sich enttäuscht, und sogar Finanzexperten diskutierten im Netz über den Vorfall. Um 75 Prozent nahm die Zahl der Tweets und Blogbeiträge laut des Social-Media-Barometers von Handelsblatt Online in den vergangenen 24 Stunden zu.

Kuka stellt unter anderem Roboter für die Automobilindustrie her und gilt als führender Anbieter von Industrierobotern und automatisierten Produktionslösungen in Europa – was das Augsburger Unternehmen interessant für Kanzlerin Merkel macht, die in der Öffentlichkeit kräftig für die „Industrie 4.0“ wirbt. Immer häufiger vergleicht sie das Verschmelzen von IT-Technik und industrieller Produktion mit einer echten Revolution, vor der Deutschland stehe.

Der Nachholtermin für die Firmenbesichtigung soll bald bekanntgegeben werden – schließlich hatte sich das Unternehmen aus Schwaben bereits wochenlang auf den wichtigen Termin vorbereitet. Außerdem möchte Kuka auch Forderungen an die Politik loswerden, unter anderem wünscht sich das Management Unterstützung bei der Entwicklung hin zu einer digitalen Industrie. Laut eines Berichts des Bayerischen Rundfunks wünsche sich der technische Geschäftsführer Christian Schlögel europaweit einheitliche Standards in der Automatisierung.

Obwohl Merkel am Montag verhindert war, stellte Kuka seine Innovationen vor. Unter anderem ging es bei der Präsentation um Roboter, die mit dem Menschen zusammenarbeiten und sich beim gemeinsamen Arbeiten nicht in die Quere kommen, berichtet das Online-Portal B4B Schwaben.

Aktuell hat der Kuka-Konzern gut 12.000 Mitarbeiter, durch die Übernahme von Konkurrent Swisslog stieg die Zahl um mehr als 4.000. Seine vollständige Bilanz und eine Prognose für 2015 will der Roboterkonzern am 25. März vorlegen.

Am Montag hatte die Kanzlerin noch einen zweiten Termin, bei dem es ebenfalls fast Probleme gegeben hätte: Kurz vor ihrem Besuch beim Technologiekonzern Siemens in Amberg wurde dort noch gestreikt. Trotzdem konnte das Treffen stattfinden, das auch unter dem Thema Digitalisierung in der Industrie stand. „Deutschland ist nicht reich an Rohstoffen, aber reich an Ideen“, sagte die CDU-Politikerin laut der Nachrichtenagentur dpa nach dem Rundgang im Siemens-Elektronikwerk. Der Standort gilt als wichtiges Beispiel für das Geschäftsfeld „Digitale Fabrik“ von Siemens.

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