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23.07.2012

20:57 Uhr

Solarfirma

Sunways glaubt nicht an rasche Branchenerholung

Eine Reihe an großen Insolvenzen hat die Solarbranche in Deutschland bereits erfasst. Auch der Zellenhersteller Sunways steckt in einer tiefen Krise. Doch das Konstanzer Unternehmen baut auf den chinesischen Eigner.

Produktionsstätte des Solarzellenherstellers Sunways in Arnstadt (Thüringen). dpa

Produktionsstätte des Solarzellenherstellers Sunways in Arnstadt (Thüringen).

KonstanzDer tief in der Krise steckende Solarzellenhersteller Sunways glaubt nicht an eine rasche Erholung der Branche. „Die Situation auf den globalen Photovoltaikmärkten wird sich im laufenden Jahr nicht entschärfen“, sagte Vorstandschef Michael Wilhelm laut einer Mitteilung am Montag bei der Vorstellung des Jahresberichts. In erster Linie gehe es jetzt darum, Absatz und Umsatz zu stabilisieren.

Unter dem Strich steht demnach bei Sunways AG für 2011 ein Verlust von 62,1 Millionen Euro (2010: plus 9,3 Mio Euro). Der Umsatz schmolz auf 116,2 Millionen Euro (2010: 222,7 Mio Euro) zusammen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach auf minus 66,1 Millionen Euro ein. Ein Jahr zuvor hatte Sunways hier noch ein Plus von 15 Millionen Euro erwirtschaftet.

Wie andere Solarunternehmen auch kämpft Sunways mit einem massiven Preisverfall vor allem bei Solarzellen und -modulen. So hatte man im vierten Quartal 2011 so viele Solarmodule verkauft wie noch nie - dennoch ging der Umsatz zurück.

Anfang des Jahres war mit LDK Solar eines der größten chinesischen Solarunternehmen bei den Konstanzern eingestiegen. Die Investoren übernahmen im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an den Deutschen. Sunways beschäftigte Ende 2011 gut 340 Mitarbeiter.

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Von

dpa

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