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07.10.2011

08:50 Uhr

Solarhersteller

Mit der Sonne gegen die Staatspleite Griechenlands

Die griechische Regierung will die Solarenergie massiv ausbauen. Solarworld-Chef Frank Asbeck sieht großes Potential für neue Photovoltaik-Anlagen.

Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG. APN

Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG.

AthenDas von der Staatspleite bedrohte Griechenland kann nach Einschätzung des Chefs des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld Frank Asbeck in der Photovoltaik bis 2020 einen Sprung nach vorne schaffen. „Das sind keine Fantasien“, sagte Asbeck in einem Gespräch mit der Presseagentur dpa am Rande des Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Athen. Auch die deutsche Solarindustrie wolle sich daran beteiligen. Sie sei bereit, fünf Prozent zu den 20 Milliarden Euro des „Helios“-Plans der griechischen Regierung beizusteuern, sagte Asbeck.

Mit dem Helios-Projekt soll die griechische Jahresproduktion an Solarstrom bis 2020 auf 2,2 Gigawatt und bis 2050 sogar auf zehn Gigawatt gesteigert werden. Derzeit werden in Griechenland gerade einmal 270 Megawatt Strom mit Hilfe der Sonne erzeugt. Um das Projekt anzuschieben, hat Athen bereits Investitionen von mehr als 1,1 Milliarden Euro für den Bau großflächiger Photovoltaik-Anlagen angekündigt.

Um den grünen Strom zu den Kunden im In- und Ausland zu transportieren, sollen die Stromnetze vom Festland zu den griechischen Inseln ausgebaut werden - und die Netze in andere EU-Länder. Die griechische Regierung rechnet mit einer Investitionssumme von 20 Milliarden Euro und zählt dabei auch auf Deutschland. Erste Gespräche mit Finanzminister Wolfgang Schäuble und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) hat Umweltminister Giorgos Papakonstantinou bereits geführt.

Auch beim Besuch von Wirtschaftsminister Philipp Rösler in Griechenland machte sich der Umweltminister für mehr deutsche Investitionen in erneuerbare Energien in Griechenland stark. Er forderte die Firmen auch auf, sich an dem Solarprojekt Helios zu beteiligen. „Das ist ein Projekt, das von besonderem Interesse für die deutsche Seite sein sollte“, sagte er.

Kommentare (7)

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07.10.2011, 12:35 Uhr

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Völlig überteuerter Solarstrom würde der griechischen Wirtschaft den Todesstoß verpassen. Griechenland wäre gut beraten, wenn man dort mehrere modernste Kernkraftwerke der 3. und 4. Generation genehmigen würde. Es gäbe genug private Investoren, die dafür sofort zur Verfügung stehen. Allein der Bau eines neuen AKW sichert über viele Jahre Beschäftigung für viele tausend hoch qualifizierte Menschen. Und nach der Fertigstellung könnte man mit sehr billigem Strom weltweit Unternehmen anlocken.

thivaios

07.10.2011, 12:42 Uhr

Also ohne dir zu Nahe treten zu wollen lieber Andre, aber dein Kommentar ist ziemlich schwachsinnig. Griechenland hat in Europa die meisten Erdbeben. In manchen Regionen 150 und mehr im Jahr. Wo sollen sie dann KKW´s bauen ? Auf dem Mond?

nobs

07.10.2011, 13:00 Uhr

Der Andre könnte doch nach Japan auswandern, dort ist die Atomlobby besonders stark. Ein wenig Strahlung macht Ihm bestimmt nichts aus.

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