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08.01.2008

11:54 Uhr

Solarkonzern

Conergy-Tochter findet Partner für Riesen-Windpark

Der Solarkonzern Conergy hat einen Partner für ein geplantes Riesen-Windprojekt in Australien gefunden. Mit der Investmentbank Macquarie sei eine Rahmenvereinbarung für die Entwicklung, Finanzierung und den Bau von 400 bis 500 Windturbinen mit einer Kapazität bis zu 1000 Megawatt unterzeichnet worden, teilte die Conergy-Tochter EPURON am Dienstag in Hamburg mit.

HB SYDNEY/HAMBURG. Das Finanzvolumen wird in Medienberichten mit zwei Mrd. australischen Dollar (1,2 Mrd Euro) beziffert. Erste Genehmigungsanträge würden im nächsten Jahr gestellt.

Bislang sind im australischen Bundesstaat New South Wales, in dem auch die größte Stadt Sydney liegt, lediglich Windenergieanlagen mit einer Kapazität von 17 Megawatt installiert. Nach einem Regierungswechsel im Dezember hat Australien das Kyoto-Protokoll unterzeichnet und sich damit verpflichtet, bis 2020 rund 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Die Leistung des geplanten Windparks würde ausreichen, 4,5 Prozent des in New South Wales verbrauchten Stroms zu abzudecken.

Die Analysten der WestLB glauben, dass die Branche für erneuerbare Energien 2008 in hohem Maße von Gesetzesergänzungen betroffen sein wird, welche in den europäischen Kernmärkten bevorstehen. In Deutschland rechnen die Experten mit einem „Boomjahr“ für die Photovoltaik.

Jedoch seien die Aussichten für die Anbieter erneuerbarer Energien höchst unterschiedlich. Unternehmen, die ihre Profitabilität auch langfristig sichern könnten, stünden solche gegenüber, die den künftigen Preis- und Margendruck deutlich zu spüren bekämen. Generell dürfte die Photovoltaikbranche 2008 von einer Aufstockung der Kapazitäten profitieren, glauben die Experten.

Mit Blick auf Biogas und Windkraft ergebe sich ein gemischtes Bild, heißt es. Aktuell würde die WestLB für Titel dieser Branchen keine Kaufempfehlung aussprechen. Die Bewertungen seien hoch.

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