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15.08.2011

17:20 Uhr

Solarkonzern im Sparkampf

Q-Cells verhandelt über Personalabbau

Im Rahmen eines strikten Sparkurses macht der angeschlagene Solarkonzern Q-Cells auch vor Personalabbau nicht halt. Wie viele Stellen den geplante Einsparungen zum Opfer fallen, ist bisher noch nicht klar.

Das angeschlagene Solarunternehmen berät über einen Stellenabbau. Quelle: dpa

Das angeschlagene Solarunternehmen berät über einen Stellenabbau.

ThalheimBeim angeschlagenen Solarunternehmen Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen haben am Montag die Verhandlungen von Vorstand und Betriebsrat über den angekündigten Personalabbau begonnen. Zunächst gehe es vor allem um Einsparungen in der Verwaltung, sagte eine Unternehmenssprecherin. Es sei geplant, dort 25 bis 30 Prozent der Kosten einzusparen.

Wie viele Stellen das letztendlich bedeute, sei noch nicht klar. Betriebsbedingte Kündigungen wolle Q-Cells ausschließen. So sollen während der Verhandlungen mit dem Betriebsrat Konditionen für Mitarbeiter ausgehandelt werden, die das Unternehmen freiwillig verlassen. Die Verhandlungen werden vermutlich die ganze Woche dauern.

In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen einen harten Sparkurs angekündigt. Der Aufsichtsrat hatte einem umfangreichen Konzernumbau zugestimmt, da das Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 354,8 Millionen Euro eingefahren hatte. Am Standort in Deutschland soll es eine Kombination aus Forschung und Entwicklung sowie der Produktion von Solarmodulen geben. Am Standort in Malaysia sollen Solarzellen hergestellt werden, weil sie dort kostengünstiger produziert werden können.

Dank der Sparmaßnahmen will die Unternehmensführung Q-Cells im harten Preiskampf wettbewerbsfähiger machen. Bereits im kommenden Jahr soll Q-Cells wieder die Gewinnzone erreichen.

Von

dpa

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