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31.03.2014

09:40 Uhr

Solarkraftwerksentwickler

Phoenix Solar peilt Gewinn an

Nach zwei verlustreichen Jahren plant der Solarkraftwerksentwickler Phoenix Solar wieder mit Gewinnen. Der Konzernumbau zahlt sich mehr und mehr aus. 2013 gab es einen radikalen Umbau des Unternehmens.

Der Blick auf ein Feld von Solaranlagen: 2013 schrumpften die Erlöse von Phoenix Solar um 9,1 Prozent auf 141,2 Millionen Euro. dpa

Der Blick auf ein Feld von Solaranlagen: 2013 schrumpften die Erlöse von Phoenix Solar um 9,1 Prozent auf 141,2 Millionen Euro.

DüsseldorfBeim Solarkraftwerksentwickler Phoenix Solar zahlt sich der Konzernumbau zunehmend aus. Nach zwei verlustreichen Jahren schaffte die bayerische Firma 2013 operativ beinahe ein ausgeglichenes Ergebnis (Ebit) und peilt im laufenden Jahr wieder einen Gewinn an. „Nach dem radikalen Umbau des Jahres 2013 wird es nun entscheidend für den weiteren Fortschritt sein, dass unsere Tochtergesellschaften in den USA und Asien ihre Vertriebserfolge verstetigen und weiter wachsen“, erklärte Vorstandschef Bernd Köhler am Montag.

2013 schrumpften die Erlöse um 9,1 Prozent auf 141,2 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür seien die schwache Entwicklung in Europa und die Einbußen in Deutschland nach der Einstellung des hiesigen Handels- und Projektgeschäftes gewesen. Dagegen hätten sich die Umsätze in den USA und Asien mehr als verdoppelt.

Ausgewählte Firmen, die von der EEG-Umlage befreit sind

Allgemeines

Insgesamt 2098 Unternehmen sind im Jahr 2014 von der EEG-Umlage ausgenommen. Das entspricht einer begünstigen Strommenge von voraussichtlich 107 Terawattstunden – das sind etwa 18 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs in Deutschland. Alleine 2014 bleiben den Firmen damit rund 5,1 Milliarden Euro an Kosten erspart.

Befreit werden können Unternehmen, die mindestens eine Gigawattstunde Strom im Jahr verbrauchen und deren Stromkostenanteil mehr als 14 Prozent beträgt.

Aurubis

Extrem viel Strom wird in der Metallherstellung benötigt. Der Kupferproduzent Aurubis beziffert die Entlastung durch die Befreiung in den Jahren 2010 bis 2012 auf 102 Millionen Euro.

BASF

Zu den energieintensiven Unternehmen in Deutschland zählen viele Chemiebetriebe. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat berechnet, dass ein Ende der EEG-Umlagebefreiung allein im Stammwerk jährliche Mehrkosten von mehr als 300 Millionen Euro bedeuten würde. Für 2014 stehen allerdings nur noch Betriebe in Leuna und Rudolstadt auf der Liste.

Bogestra – Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen

Ein Kompromiss mit der EU könnte sich darin andeuten, dass die Befreiung für Unternehmen ausgesetzt wird, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen. Dazu zählen etwa Straßenbahngesellschaften – insgesamt 72 Schienenbahnunternehmen sind in Deutschland befreit. Die volle EEG-Umlage würde die Bogestra jährlich 1,28 Millionen Euro kosten.

Schwarzwaldmilch

Nicht nur Industrieunternehmen sind befreit, auch Lebensmittelbetriebe. So gehört auch die Schwarzwaldmilch Offenburg zu den von der EEG befreiten Unternehmen.

Storck

Ein Werk des Süßwarenherstellers („Merci“, „Toffifee“ etc.) in Berlin ist von der EEG-Umlage ausgenommen.

Vion

Die Betriebe des Schweineschlachters Vion sind zum großen Teil von der EEG-Umlage befreit. Die Stromkosten müssen mindestens 14 Prozent der Bruttowertschöpfung des Unternehmens ausmachen, um in Frage zu kommen. Gegen Vion wurde etwa in der ZDF-Sendung Frontal der Vorwurf erhoben, durch den Einsatz von Werkverträgen statt Festangestellten unter diese Schwelle zu kommen.

Operativ fiel ein Verlust von 1,4 Millionen Euro an nach einem Minus von 37,3 Millionen im Jahr zuvor. Netto lag der Fehlbetrag bei 10,7 (Vorjahr: minus 37,3) Millionen Euro. 2014 sollen die Erlöse 150 bis 160 Millionen Euro erreichen und erstmals wieder ein operativer Gewinn von zwei bis fünf Millionen Euro.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

31.03.2014, 09:57 Uhr

Ja, Ja...die Hoffnung stirbt zu letzt in der Hoch Zwangssubventionierten (EEG) Erneuerbaren Energie Abzockerwelt.
Subventionsbranchen scheitern früher oder später immer an der freien Marktwirtschaft. Das wird bei dieser sog. Erneuerbaren Energiebranche auch nicht anders sein.

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